Ski alpin WM
Riesch: "Dann geht die Welt auch nicht unter"

Maria Riesch, die deutsche Hoffnung bei den alpinen Skiweltmeisterschaften, wartet auch nach drei Rennen weiterhin auf eine Medaille. Im sid-Interview sprach sie über die Gründe.

Es ist einfach nicht WM der Maria Riesch. Auch im dritten Rennen konnte die 24-Jährige bei den alpinen Skiweltmeisterschaften in Val d'Isere keine Medaille herausfahren. Den Abfahrtswettbewerb beendete die Partenkirchnerin auf Rang zehn. "Jetzt liegen der ganze Druck und die ganzen Erwartungen auf dem Slalom am Samstag. Nach vier Siegen in dieser Saison und insgesamt sechs Podestplatzierungen in sieben Rennen hätte ich da eine Medaille verdient", hofft Riesch noch auf einen versöhnlichen Abschluss. Im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) ließ sie allerdings auch durchblicken, dass sie sich nicht zu sehr unter Druck setzten möchte.

sid: "Maria Riesch, auch im dritten WM-Rennen hat es für Sie nicht zu einer Medaille gereicht. Warum waren Sie als Zehnte in der Abfahrt so weit weg von der Weltspitze?"

Maria Riesch: "Ich bin im unteren Teil einfach überhaupt nicht gut Ski gefahren. Nach der zweiten Zwischenzeit habe ich einen Fehler gemacht, den ich mit Gewalt ausbügeln wollte - das ging jedoch eher nach hinten los. Danach bin ich fast keine Kurve mehr auf der Linie gefahren, die ich besichtigt hatte."

sid: "Sie lagen am Ende 2,11 Sekunden hinter ihrer Freundin Lindsey Vonn, die zum zweiten Mal nach dem Super-G Gold gewann ..."

Riesch: "Lindsey war eine Klasse für sich, und auch Lara Gut und Nadia Fanchini sind gut gefahren. Eine Medaille wäre sehr schwierig zu holen gewesen. Ob ich Vierte werde oder Zehnte, ist aber auch schon wurscht. Was mich mehr ärgert, ist, dass ich nicht so gefahren bin, wie ich es kann - und wieder keine Medaille geholt habe. Bei einer WM zählt nun mal kein zehnter Platz."

sid: "Wie geht es nun für Sie weiter?"

Riesch: "Jetzt liegen der ganze Druck und die ganzen Erwartungen auf dem Slalom am Samstag. Das wird ein schweres Rennen, aber nach vier Siegen in dieser Saison und insgesamt sechs Podestplatzierungen in sieben Rennen hätte ich da eine Medaille verdient. Ich darf jetzt nicht an die Konsequenzen und daran denken, was passiert, wenn ich auch da keine Medaille gewinne. Aber was passiert dann schon? Dann geht die Welt auch nicht unter, dann geht am nächsten Tag die Sonne auch wieder auf."

© SID

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