Ski alpin WM
Streit um Ski-WM 2011 ist beendet

Die beiden Bewerber um die Ski-WM 2011 haben ihren Streit zu den Akten gelegt. Garmisch-Partenkirchen und Schladming haben ihre Verbal-Attacken eingestellt und wollen nun einen fairen Konkurrenzkampf starten.

Nachdem sich Garmisch-Partenkirchen und Schladming anfangs um die Ausrichtung der Ski-WM 2011 gestritten haben, hat die Marktgemeinde am Fuße der Zugspitze dem Gegner aus Österreich nun ein Friedensangebot gemacht: "Schladming ist ein starker Wettbewerber - aber auch ein Freund", versuchte OK-Chef Peter Fischer die Wogen am späten Freitagabend bei der Einleitung des Garmischer WM-Countdowns zu glätten: "Das kam zuletzt nicht rüber."

Am 25. Mai wird sich der Internationale Skiverband (FIS) im portugiesischen Vilamoura zwischen den beiden einzigen Bewerbern entscheiden - und schon fünf Monate zuvor kochten die Emotionen hoch. Am Rande des von der Rekordkulisse von 48 000 Fans verfolgten Nacht-Slaloms am Dienstag in Schladming machte sich das örtliche OK über Konkurrent Garmisch lustig, kurz darauf konterte Fischer: "Die Schladminger haben nur ein Pfund, mit dem sie wuchern können: Die Zuschauer. Ansonsten können sie gegen uns nicht ankommen." Außerdem: So einen Nacht-Slalom richte er "nebenbei" aus.

Am Freitag dagegen überwogen nüchterne Töne. In einer netten Plauderrunde berichteten die Organisation und örtliche Prominenz, warum Garmisch das Ereignis ausrichten sollte. Seit der WM 1978 in Garmisch haben keine Titelkämpfe mehr in Deutschland stattgefunden, Österreich dagegen war seither dreimal dran - 1982 Schladming, 1991 Saalbach und 2001 St. Anton. "Ich glaube fest an unsere Chance, weil ich weiß, dass Garmisch sie verdient hat", meinte die Rennläuferin Maria Riesch. Doppel-Olympiasiegerin Rosi Mittermaier versicherte, sie werde "hart für die einmalige Chance kämpfen".

Stoiber kündet Unterstützung an

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV) versprach, dass "wir im Falle eines Zuschlages in allen Bereichen neue Maßstäbe setzen" werden, und auch der bayerische Landesvater Edmund Stoiber bekundete aus dem nahen München seine Unterstützung. Das OK verwies darauf, dass der Olympia-Ort von 1936 mit den Pisten Gudiberg und Kandahar über zwei WM-taugliche Strecken verfüge, die zudem für die WM "perfektioniert" würden. Kurz: "Wir sind bereit."

So mancher der 17 FIS-Delegierten, die am Himmelfahrtstag den Zuschlag geben sollen, soll bereits seine Sympathie für Garmisch bekundet haben. Anfang September hatte sich eine Delegation der FIS nach einem Besuch positiv über die Bewerbung geäußert. Es blieben keine Fragen offen, hieß es. Garmisch und Schladming waren bei der Vergabe der WM 2009 am französischen Val d´Isere gescheitert. "Ich wünsche Schladming alles Gute", schloss OK-Chef Fischer seine Rede: "Für 2013."

© SID

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