Ski alpin WM
Wetter-Chaos bei der Ski-alpin-WM

Die Probleme bei der alpinen Ski-WM nehmen kein Ende. Nach dem angedrohten Boykott der Frauen bereiten nun die Wettervoraussagen große Sorgen.

Kaum ist der Boykott behoben, gibt es neue Probleme bei der alpinen Ski-Weltmeisterschaft in Val d'Isere. Große Sorgen bereitet der Wetterbericht. "Am Dienstag wird nichts gehen, und für die nächsten Tage können wir nur hoffen, dass das Wetter mitspielt", sagte Emmanuel Couder, Sport-Direktor des Organisations-Komittes.

Ein Orkan ist im Anmarsch, warnten die Meteorologen noch am Montag, und "wir werden Neuschnee bekommen", orakelt Günter Hujara, Renndirektor des Internationalen Ski-Verbandes (FIS), mit düsterer Miene. Damit ist vor allem der Mannschafts-Wettbewerb am kommenden Mittwoch, 11. Juni, gefährdet. Die erste Disziplin ist ein Super-G, die neben der Abfahrt insbesondere von einer harten Piste und guter Sicht abhängig ist.

Hinzu kommen die Probleme mit der Frauen-Piste "Rhone-Alpes". Die Strecke wurde am Montag noch einmal für die Abfahrt der Frauen genutzt, ist nun aber offensichtlich unbrauchbar. Dies wurde schon am Montag deutlich, als FIS und Organisatoren beschlossen, dass der Super-G im Rahmen des Team-Wettbewerbs und auch der Riesenslalom der Frauen nicht auf die Frauen-Strecke verlegt werden können, sondern auf der Männer-Piste "Face de Bellevarde" bleiben.

Improvisations-Talent der Franzosen ist erneut gefragt

Noch in der vergangenen Woche hatten die Frauen-Trainer damit gedroht, den Team-Wettbewerb platzen zu lassen, sollten die beiden Disziplinen nicht auf die Frauen-Strecke verlegt werden. Die Piste der Männer sei zu stark vereist und für die Frauen nicht fahrbar, hatten sie argumentiert. Die Witterungsbedingungen sowie schlecht durchgeführte Pistenarbeiten hatten der "Rhone-Alpes" zu stark zugesetzt.

So fällt die Frauen-Piste auch als Ausweich-Strecke aus, falls aufgrund der drohenden Wetterverschiebungen zwei Rennen an einem Tag ausgetragen werden müssten. Die Riesenslalom- und Slalom-Wettbewerbe sind von Donnerstag bis Sonntag angesetzt. Hinzu kommen am Mittwoch und Samstag noch die Qualifikations-Rennen für den Riesenslalom und den Slalom der Männer: Beide sollen auf der Strecke "OK" im Ortsteil La Daille ausgetragen werden, wo sonst im Weltcup gefahren wird.

Im Improvisieren haben die Franzosen allerdings mittlerweile ein gewisses Talent entwickelt. Als am Sonntag entschieden wurde, den Kombi-Slalom der Männer erst um 17.00 Uhr Ortszeit zu starten, damit die Frauen um 13.00 Uhr ihre am Sonntag abgesagte Abfahrt nachholen konnten, ließen die Organisatoren per Hubschrauber drei zusätzliche Flutlichtmasten für die "Bellevarde" einfliegen. Diese wurden am Montagnachmittag in aller Eile montiert.

© SID

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