Ski alpin WM
WM-OK in Are entschädigt die Fans

Nach der Verlegung der Super-G-Rennen bei der WM in Are bietet WM-Organisationschef Lasse Lindqvist den Fans an, das Eintrittsgeld zu erstatten, wenn sie zu den Ersatzterminen nicht anreisen können.

Die Fans sind zumindest finanziell nicht die leidtragenden des Wetterchaos im schwedischen Are. Die Veranstalter der alpinen Ski-Weltmeisterschaften werden allen Zuschauern, die Karten für die abgesagten Super-G-Rennen am Wochenende hatten, das Eintrittsgeld erstatten - wenn die Fans das wünschen. Das bestätigte WM-Organisationschef Lasse Lindqvist. Er rechnet damit, dass bis zu 10 000 Zuschauer Tickets zurückgeben werden, weil sie an den Ersatzterminen am Montag und Dienstag nicht nach Are reisen können.

Am Samstag war zunächst der Super-G der Männer nassem Schnee und starkem Wind zum Opfer gefallen. 24 Stunden später musste das Frauen-Rennen aus denselben Gründen abgesagt werden. "Immerhin konnten wir die meisten Tagestouren per Zug und Bus nach Are noch rechtzeitig stoppen", sagte Lindqvist.

Die Absagen werden die Veranstalter nun zwar Geld kosten, "ein ökonomischer Rückschlag ist das aber nicht", sagte Lindqvist: "Wir haben unvorhergesehene Ausgaben eingeplant." Der OK-Chef glaubt weiter an "die beste alpine Ski-WM der Geschichte. Ich habe zwar auf einen besseren Start gehofft. Aber wir waren auf verschiedene Schreckensszenarien vorbereitet und sind nicht beunruhigt."

Pech für die Sportler - Segen für den Einzelhandel

Die Absagen verärgerten zwar die Veranstalter und so manchen Sportler - der Einzelhandel in der etwa 1 000 Einwohner zählenden Gemeinde aber war hoch erfreut über die unerwarteten Umsatz-Steigerungen. "Wir hatten sehr viele Leute hier", sagt etwa Märta Lind vom Einrichtungshaus Norrmalms.

Die Fans, die sich vergeblich nach Are aufgemacht hatten, "haben sich dann eben bei uns die Zeit vertrieben", meinte Lind. Dabei haben sie offenbar so manche schwedische Krone ausgegeben.

Auch Bitte Engman von der Boutique Hemslöjd durfte sich am Sonntag über prominenten Besuch freuen. Das schwedische Frauen-Team um die viermalige Weltmeisterin Anja Pärson nutzte den freien Sonntag nach der Super-G-Absage, um sich mit den neuesten Schmuck-Kreationen einzudecken.

© SID

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