Ski alpin WM
WM-Titelverteidigung für Deutsche kaum möglich

Nach vier Läufen im Mannschaftswettbewerb bei der alpinen Ski-WM liegen die deutschen Ski-Rennläufer nur auf Rang acht. Die Verteidigung des WM-Titels ist vor den abschließenden Slaloms in weite Ferne gerückt.

Die Träume der deutschen Ski-Rennläufer, ihren WM-Titel im schwedischen Are im Mannschaftswettbewerb erfolgreich zu verteidigen, sind so gut wie ausgeträumt. Nach den vier Läufen im Super-G von Petra Haltmayr (Rettenberg), Felix Neureuther, Maria Riesch (beide Partenkirchen) und Stephan Keppler (Ebingen) liegt das Team mit 28 Punkten nur auf Rang acht. Vor den vier Slalom-Durchgängen haben die Österreicher als Spitzenreiter mit fünf Punkten die besten Aussichten auf Gold. Auf den Rängen zwei und drei folgen Kanada (15 Punkte) und die Schweiz (17).

In den Super-G-Läufen fuhr nur Stephan Keppler im vierten Durchgang eine ansprechende Platzierung heraus. Der 23-Jährige kam immerhin auf Rang fünf hinter Marc Berthod (Schweiz), Benjamin Raich (Österreich), Francois Bourque (Kanada) und Tim Jittloff (USA). Für Alpindirektor Wolfgang Maier ist aber zumindest eine Medaille nicht außer Reichweite. "Man kann schon noch spekulieren. Es ist noch relativ offen. Der Titel aber ist weg, den können wir gegen die Österreicher nicht mehr verteidigen."

Schwache Leistung von Petra Haltmayr

Enttäuschend war bereits die erste Fahrt von Petra Haltmayr, die nur Rang acht belegte. "Dass Petra eine so schwache Leistung bietet, war nicht zu erwarten", bemängelte Maier. Nachdem Felix Neureuther im zweiten Lauf nur Rang neun gegen Fahrer wie Fritz Strobl (Österreich), John Kucera (Kanada) oder Massimiliano Blardone (Italien) und Daniel Albrecht (Schweiz) erreichte, konnte auch Maria Riesch nicht aufholen. Die Partenkirchenerin kam im dritten Lauf nur auf Rang sieben.

"Ich habe einen großen Fehler gemacht, der hat viel Zeit gekostet", sagte Riesch, die außerdem mit der schlechten Sicht am Areskutan nicht zurecht kam. So lagen selbst Slalom-Spezialisten wie Michaela Kirchgasser (Österreich), Tanja Poutiainen (Finnland) oder Anne-Sophie Barthet (Frankreich) vor der Deutschen.

© SID

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