Ski-Weltcup Abfahrt
Ski-Speed-Bereich lahm gelegt

Unzufrieden waren die deutschen Skidamen nach dem Weltcup in Bad Kleinenkirchen. Martina Ertl-Renz war beste Deutsche auf Rang 25, Hoffnungsträgerin Petra Haltmayr entäuschte mit einem 31. Platz. Anja Pärson war es, die für einen Überrschungssieg sorgte.

HB BAD KLEINKIRCHEN. Anja Pärson aus Schweden düpierte mit ihrem überraschenden Sieg ausgerechnet auf der neuen „Franz-Klammer- Piste“ die österreichischen Spezialistinnen, die deutschen Abfahrinnen fuhren der Konkurrenz weit hinterher.

Beim alpinen Weltcup in Bad Kleinkirchheim (Österreich) war Martina Ertl-Renz am Freitag auf Platz 25 noch die beste Starterin des Deutschen Skiverbandes (DSV). Vier Wochen vor den Olympischen Winterspielen nutzte die Lenggrieserin die technisch anspruchsvolle Strecke als Training für den Kombinations-Wettbewerb beim Saisonhöhepunkt in Turin.

Petra Haltmayr aus Rettenberg verpasste dagegen auf Rang 31 die anvisierten Weltcup-Punkte. „Nach dem Ausfall von Maria Riesch und Hilde Gerg haben wir im Speed-Bereich nur noch die Petra. Und ohne sie ist halt keiner da“, sagte DSV-Alpinchef Walter Vogel.

Für einen kleinen Lichtblick sorgte wenigstens Steffi Stemmer (Rottach Egern) als 29. und holte sich zum ersten Mal in ihrer Karriere Weltcup- Punkte.

Mit ihrem zweiten Weltcupsieg in der Abfahrt hatte Anja Pärson nach wechselhaftem Saisonbeginn gar nicht gerechnet. „Ich bin so überrascht, weil ich in der Abfahrt bisher immer so schlecht gefahren bin“, sagte die Gesamtweltcupsiegerin, die vor einem Jahr die Olympia-Generalprobe im italienischen San Sicario gewonnen hatte.

In 1:37,70 Minuten siegte die 24 Jahre alte Doppel-Weltmeisterin von Bormio mit 0,04 Sekunden Vorsprung auf die Österreicherin Michaela Dorfmeister. 0,08 Sekunden zurück wurde die Schweizerin Fränzi Aufdenblatten Dritte. Beim Hundertstel-Krimi in Kärnten fuhr Janica Kostelic nur 0,09 Sekunden zurück auf Platz vier, behauptete aber mit 782 Punkten die Führung in der Gesamtwertung vor Pärson (685).

Martina Ertl-Renz konnte mit dem Zeitabstand auf die anderen Kombiniererinnen im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele in Turin (10. - 26. Februar) nicht ganz zufrieden sein. Die Weltmeisterin von 2001 hatte sich nach längerer Pause erst wieder an die Abfahrt herantasten müssen. „Im ersten Training ist es gar nicht gelaufen, so dass ich schon gesagt habe, ich brauche die Kombination gar nicht fahren“, sagte Ertl-Renz, die zunächst mit Materialproblemen zu kämpfen hatte. Doch mit dem alten und geflickten Skischuh klappe es besser.

Zufrieden mit den ersten Weltcup-Punkten ihrer Karriere war dagegen Steffi Stemmer. „Ich habe es im Training ja schon öfters gezeigt, dass ich es kann“, sagte die 24-Jährige und hofft, „dass der Knoten jetzt geplatzt ist und es bergauf geht“. Selbstkritisch beurteilte Petra Haltmayr ihre Fahrt: „Im Training bin ich zu weich gefahren, heute zu hart.“ Während die Rettenbergerin durch Rang vier in Lake Louise/Kanada bereits für Olympia qualifiziert ist, muss Isabelle Huber (Ruhpolding) dafür noch eine Platzierung unter den besten 15 vorweisen. Als 48. und Drittletzte war sie am Freitag von diesem Ziel meilenweit entfernt.

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