Ski-Weltcup
Das Leiden begann im September

Die deutschen Skirennläufer haben es eigentlich ziemlich gut, viel besser als ihre Kollegen aus Österreich und den USA. Sie sind zwar nicht so erfolgreich wie Hermann Maier, Bode Miller oder deren Kollegen, aber dafür werden sie besser betreut, zumindest intensiver. Auf jeden deutschen Läufer im Weltcup kommen derzeit zwei Trainer. Luxus pur? Nicht ganz.

MÜNCHEN. Die alpine Herren-Riege des Deutschen Skiverbandes (DSV) war zwar auch in den vergangenen Jahren ein überschaubarer Haufen, in dieser Saison gibt es mit Felix Neureuther und Alois Vogl aber nur zwei Deutsche, die einen Platz im Weltcup-Zirkus sicher haben.

Die Dezimierung des deutschen Teams begann im September, als Florian Eckert zurücktrat, ein paar Wochen später beendete auch Max Rauffer seine Laufbahn. Und im Trainingslager in Kanada hat sich nun auch noch Super-G-Fahrer Andreas Ertl wegen eines Innenband- und Meniskusanrisses krank melden müssen. So bleibt dem DSV bei den ersten schnellen Rennen des Winters in Lake Louise am Wochenende nichts weiter übrig, als zwei Nachwuchsfahrer und den Torlauf-Spezialisten Neureuther auf die Piste zu schicken.

Das hatte sich Cheftrainer Werner Margreiter dann doch anders vorgestellt. Zum Ende der vergangenen Saison waren die deutschen Herren nach Jahren der Tristesse plötzlich wieder aufgetaucht in der alpinen Weltspitze. Zwei Mal waren sie die Schnellsten, ebenso oft schafften sie es aufs Treppchen. Und Eigentlich wollte Margreiter seine Truppe in der Weltelite etablieren. Dieses Ziel lässt sich nun höchstens noch im Slalom realisieren. Vor allem durch den letztjährigen Sieger von Wengen und Fünften im Slalom-Weltcup, Alois Vogl. Der Lohberger ist allerdings schon 33 Jahre alt. Perspektivisch kann Margreiter allein mit Felix Neureuther arbeiten. Der talentierte Spross von Rosi Mittermaier und Christian Neureuther will nicht mehr nur Slalomist sein, sondern irgendwann in allen Disziplinen zu den Besten gehören.

Er hat sich im Riesenslalom verbessert. Aber der Weg in die Weltelite in der zweiten technischen Disziplin ist ein weiter, ebenso im Super-G und erst recht in der Abfahrt, wo er zumindest sporadisch starten will in diesem Winter.

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