Skirennen Schweizerin Lara Gut gewinnt Weltcup-Abfahrt

Favoritin war der US-Shootingstar Lindsey Vonn, durchgesetzt hat sich aber eine Schweizerin: Lara Gut hat die Weltcup-Abfahrt in Val d’Isère gewonnen. Die deutsche Starterin verpasste eine Top-10-Platzierung deutlich.
Es war eine Art Heimspiel: In Val d’Isère gewann Lara Gut auch ihre ersten WM-Medaillien. Quelle: dpa
Lachende Siegerin

Es war eine Art Heimspiel: In Val d’Isère gewann Lara Gut auch ihre ersten WM-Medaillien.

(Foto: dpa)

Val d’IsèreDie Schweizer Skirennfahrerin Lara Gut hat einen Tag nach der Super-Kombination auch die Weltcup-Abfahrt in Val d’Isère gewonnen. Am Ort ihrer ersten WM-Medaillen war der Erfolg am Samstag ihr 15. im alpinen Ski-Weltcup. Die 24-Jährige siegte in Frankreich vor ihrer Teamkollegin Fabienne Suter und der Kanadierin Larisa Yurkiw. Die deutsche Starterin Viktoria Rebensburg verpasste eine Top-10-Platzierung deutlich. Favoritin Lindsey Vonn schied bei ihrem 350. Weltcup-Rennen aus. Die Amerikanerin war stark unterwegs, als sie gerade noch einen Sturz vermeiden konnte.

Die schlimmsten Unfälle im Ski-Leistungssport
Ondrej Bank
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Auf der gestrigen WM-Kombinationsabfahrt in Beaver Creek hat der Skirennfahrer Ondrej Bank gezeigt, wie gefährlich der Skisport sein kann. Kurz vor dem letzten Sprung zum Ziel verlor der Tscheche die Kontrolle über seine Ski und fuhr zunächst durch ein Tor. Zuvor hat sich ein Ski aus der Bindung gelöst.

Ondrej Bank
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In gefährlicher Schieflage und mit nur einem Ski fuhr Bank mit über 120 Kilometer pro Stunde auf den letzten Sprung zum Ziel zu. Dort katapultierte es ihn zunächst in das Sicherungsnetz, danach prallte er mit voller Wucht auf den eisigen Schnee (Hier das Video zum Unfall: www.youtube.com/watch?v=HaIaZ47A0rY).

Ondrej Bank
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Beim Aufprall verlor Bank zunächst das Bewusstsein und rutschte unkontrolliert den Zielhang entlang.

Ondrej Bank
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Im Ziel blieb der Tscheche regungslos liegen. Im Publikum herrschte Totenstille. Die herbeieilenden Rettungskräfte konnten aber glücklicherweise schnell Entwarnung geben.

Ondrej Bank
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„Das Erste, was wir erfahren haben: Er ist bei Bewusstsein, was sehr gut ist. Und was wir gehört haben, ist, dass er die Beine bewegen kann. Es schaut nicht ganz so schlimm aus“, sagte der tschechische Trainer Daniel Fahrer im ORF kurz nach dem Sturz. Bank wurde mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ins angesehene Vail Valley Medical Center gefahren, wo die Ärzte wie durch ein Wunder keinerlei Brüche feststellen konnten. Bis auf Schnittwunden im Gesicht blieb er unversehrt. Am Abend poste der Tscheche sogar ein Foto von sich im Krankenhaus. Ondrej Bank hatte Glück im Unglück. Doch längst nicht immer verlaufen Unfälle im Skisport so glimpflich.

Matthias Lanzinger
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Beim Super G in norwegischen Kvitfjell im Jahre 2008 verlor der Österreicher Matthias Lanzinger ebenfalls bei einem Sprung die Kontrolle (Video: www.youtube.com/watch?v=vcJKRdfDRVU). Er setzte die Landung des Sprungs zu nah an das nächste Tor, durch das er wie Bank mit über 100 Kilometer pro Stunde hindurchfuhr. Dabei überschlug sich Lanzinger mehrfach, wobei sich ein Ski zunächst nicht löste. Sein Unterschenkel wurde dabei verdreht. Der Österreicher erlitt bei dem Sturz einen offenen Bruch des linken Schien- und Wadenbeines, was letztlich dazu führte, dass Lanzinger der Unterschenkel amputiert werden musste. Der langsame Abtransport ins Krankenhaus (sechs Stunden) und Komplikationen mit der Blutzirkulation im Unterschenkel waren für die Amputation verantwortlich. Nach der Reha hatte Lanzinger zunächst sein Wirtschaftsstudium abgeschlossen. Mittlerweile nimmt der Österreicher wieder an Wettkämpfen im Behindertensport teil – mit Erfolg. Bei der Winterolympiade in Sotchi 2014 gewann er in der Kombination und im Super G jeweils Silber.

Daniel Albrecht
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2009 wurde der Schweizer Daniel Albrecht auf der berühmtberüchtigten Abfahrt in Kitzbühel Opfer des Zielsprungs (Video: www.youtube.com/watch?v=7HC_ityOY3g). Mit einer Geschwindigkeit von über 140 Kilometer pro Stunde geriet Albrecht während des Sprungs in Rücklage und prallte zunächst mit dem Rücken, später vornüber mit dem Kopf auf den harten Schnee. Dabei erlitt er eine Lungenquetschung und ein Schädel-Hirn-Trauma. Im Krankenhaus wurde er für drei Wochen ins künstliche Koma versetzt. Nach seinem Sturz konnte Albrecht nicht mehr an seine bisherigen Leistungen anknüpfen. Zur Saison 2009/2010 kündigte er ein Comeback an, allerdings bestritt er kein einziges Rennen. In der Saison 2011/2012 verletzte er sich bei einem erneuten Sturz so schwer am Knie, dass er seine Karriere beenden musste.

  • dpa
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