Skispringen International
Die Schanze ist der Star beim Skisprung-Sommercup

Die neue Skisprung-Schanze steht im Mittelpunkt, wenn heute die Weltelite beim Sommer-Grand-Prix im sächsischen Klingenthal gastiert. Bei einem gelungenen Debüt winken dem Ort weitere Weltcup-Aufgaben.

Die Klinke in die Hand gibt sich am Samstag die Weltspitze der Skisprungszene beim Sommer-Grand-Prix im sächsischen Klingenthal. Neben Doppel-Olympiasieger Thomas Morgenstern (Österreich), Weltcup-Gewinner Jakub Janda (Tschechien) und Vierschanzentournee-Sieger Janne Ahonen hat aber noch ein weiterer Star seinen großen Auftritt: Die für 15 Mill. Euro neu errichtete Schanze am Schwarzberg.

"Die Anlage ist wunderschön", schwärmte der Olympia-Vierte Michael Uhrmann (Rastbüchl), der die deutsche Mannschaft auf die letzte Etappe der Sommer-Mattensaison heute in die Vogtland-Arena und am 3. Oktober (15.00 Uhr) auf die Schanze im Oberhofer Kanzlersgrund führen wird: "Ich wünschte, ich wäre noch ein bisschen jünger und könnte die Schanze noch richtig lange genießen." Auch FIS-Renndirektor Walter Hofer stimmte in das Loblied mit ein: "Ich bin sehr beeindruckt von dieser Anlage, sie ist riesig. Ich glaube, hier sind alle Voraussetzungen für große Wettkämpfe erfüllt."

Möglicher Ersatzort für Titisee-Neustadt

In der Tat könnte die moderne Schanze bei bestandener Feuertaufe schon bald eine größere Rolle im Weltcup spielen. Für den 6. Oktober 2007 plant das Skisprung-Komitee des Weltverbandes FIS das Vogtland als Finalort des Sommer-Grand-Prix ein und auch im Falle des zu erwartenden Rückziehers von Titisee-Neustadt bei der Austragung des Winter-Weltcups am 3. und 4. Februar 2007 stünde Klingenthal als Ersatz parat.

Für Titisee ergibt sich nämlich folgendes Problem: Die Organisatoren wollen nachmittags veranstalten, RTL als TV-Vertragspartner besteht aber auf eine Verlegung in die frühen Abendstunden, um der Konkurrenz der gleichzeitig laufenden Biathlon-WM aus dem Weg zu gehen. Der Aufbau einer mobilen Flutlicht-Anlage kostet geschätzte 250 000 Euro, die bislang weder die Schwarzwälder Organisatoren noch der Deutsche Skiverband (DSV) berappen wollen.

"Wollen eine super Veranstaltung abliefern"

Klingenthal, wo das erste deutsch-tschechische Sprungzentrum mittlerweile mit fünf Architekten-Preisen honoriert wurde, verfügt über Flutlicht. Sollten sich der DSV und Titisee nicht einigen können, wäre es an der FIS, den Weltcup neu zu vergeben. Die Organisatoren im Vogtland halten sich zunächst jedoch verbal zurück. "Wir wollen eine super Veranstaltung abliefern. Alles Weitere wird man sehen", sagt OK-Sprecher Sascha Brand. Eine Entscheidung soll heute fallen.

Interesse dafür wird auch von anderswo angemeldet. Stamm-Veranstalter Val di Fiemme, der sich derweil auch um die Nordische Ski-WM 2013 bewirbt, ist bisher im Weltcup-Kalender nicht berücksichtigt und würde entsprechend gerne nachrücken. Auch in der Saison 2007/08 ist das Traumziel Weltcup kein Selbstläufer: Willingen, Oberhof, Titisee-Neustadt und eben Klingenthal rangeln um nur einen freien Termin.

© SID

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