Skispringen International
Rebell Herr scheitert bei Comeback

Drei Jahre nach seinem Rausschmiss aus der deutschen Mannschaft hat Skispringer Alexander Herr sein Comeback verpatzt. Bei Olympia 2006 hatte er den Bundestrainer kritisiert.

Skisprung-Rebell Alexander Herr (Villingen) ist bei seinem Comeback schon in der Qualifikation gescheitert. In seinem ersten Wettkampfsprung nach über drei Jahren reichte es in der Ausscheidung für den Sommer-Grand-Prix in Hinterzarten nach einem Sprung auf 92 Meter nur zu Platz 54.

Der Team-Weltmeister von 2001 ist damit bei seiner Rückkehr in die Weltelite vorerst gescheitert und dürfte bei den restlichen Sommerspringen keinen weiteren Einsatz im Nationalteam bekommen. Herr war bei Olympia 2006 in Turin aus dem deutschen Team geflogen, nachdem er Bundestrainer Peter Rohwein Inkompetenz vorgeworfen hatte. Jetzt versucht er ein Comeback.

Erstmals mathematische Formel bei Ergebnisberechnung

Insgesamt qualifizierten sich nur sieben von 13 gestarteten Deutschen für das erste Kräftemessen der Weltelite am Wochenende. Der vorqualifizierte Vizeweltmeister Martin Schmitt (Furtwangen) enttäuschte mit 92 Metern, bester Deutscher war Michael Uhrmann (Rastbüchl) mit 99,5 Metern auf Platz acht.

Zudem schafften Junioren-Weltmeister Andreas Wank (Oberhof/96, 5), Georg Späth (Oberstdorf/96) bei seinem Comeback nach schwerer Knieverletzung, Christian Ulmer (Wiesensteig/94,5) und Stephan Hocke (Schmiedefeld/92,5) und Severin Freund (Rastbüchl/92,5) den Sprung in den Wettkampf. Den Sieg in der Qualifikation holte sich der Russe Denis Kornilow mit 100,5 Metern.

Bei der Qualifikation wurde das Ergebnis erstmals nach einer mathematischen Formel berechnet, in die die Stärke des für die Flugweite wichtigen Windes einfließt. Zudem ist nach der Formel theoretisch eine Veränderung der Anlauflänge während des Durchgangs möglich. Nach den Sommerspringen soll entschieden werden, ob die umstrittene neue Regel auch im Winter eingeführt wird.

© SID

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