Skispringen International
Schmitt will weiteres Ausrufezeichen setzen

Beim Intercontinentalcup in Oberstdorf ist der viermalige Skispring-Weltmeister Martin Schmitt auf den obersten Podiumsplatz geflogen. Jetzt will der 28-Jährige auch beim Sommer-Grand-Prix in Hinterzarten überzeugen.

Nach langer Durststrecke ist Martin Schmitt wieder ganz oben auf. Mitten im Sommer beflügelt das Sorgenkind der letzten Jahre das deutsche Skispringen und lässt auf weitere Siege hoffen. Nachdem der viermalige Weltmeister am vergangenen Wochenende beim Intercontinentalcup in Oberstdorf erstmals seit vier Jahren wieder ganz oben stand, ist das Interesse am ersten Kräftemessen der Weltelite am Samstag und Sonntag beim Sommer-Grand-Prix in Hinterzarten Hinterzarten gestiegen.

"Der Sieg war ein gigantisches Gefühl. Ich will endlich wieder zurück an die Spitze", sagt der 28-Jährige Schmitt: "Beim Sommer-Grand-Prix ist mein Ziel, mich wieder in den Top Ten festzusetzen." Nach vier erfolglosen Wintern seit dem letzten Weltcup-Triumph am 1. März 2002 in Lahti hat der Schwarzwälder die Skimarke gewechselt und vor allem das Training komplett umgestellt. Auch vom neuen österreichischen Stützpunkttrainer Stefan Horngacher kamen Impulse.

"Wir haben athletisch eine ganze Menge anders gemacht. Ziel ist es, mehr Sprungkraft zu bekommen. Auch die Sprungtechnik ist neu, ich bin mit meinen Fortschritten auf einem sehr guten Weg", sagt Schmitt. Neu ist auch, dass Bundestrainer Peter Rohwein den bislang verhätschelten Star nach dem völlig verpatzten letzten Winter ohne Olympia-Medaille erstmal zum Üben in die zweite Liga - den Europacup - schickte.

Hoffnung auf Aufwärtstrend

Es folgte der Triumph von Oberstdorf als mit Abstand bester deutscher Flieger, die Verlängerung seines Kopfsponsorvertrages für den Mann mit dem markanten lilafarbenen Helm und eine Erkenntnis: "Es ist gut, dass ich wieder komplett aufs Skispringen fokussiert bin." Das lässt nicht nur die Fans nach zwei sieglosen Wintern für die deutschen Skispringer auf einen neuen Aufwärtstrend in der einstigen Trendsportart hoffen.

"Der Triumph von Martin Schmitt wird viele beflügeln, zu einer Sportart zu gehen, die sauber ist", sagt Hermann Wehrle. Der Organisationschef von Hinterzarten hofft beim Auftakt des mit über 130 000 Schweizer Franken dotierten Sommer-Grand-Prix auf 10 000 Fans, zu denen auch der zurückgetretene Kollege Sven Hannawald gehören wird.

Alle wollen den wiedererstarkten Schmitt im Duell gegen Stars wie Adam Malysz (Polen), Jakub Janda (Tschechien) oder Lars Bystöl (Norwegen) sehen - nur der verletzte Doppel-Olympiasieger Thomas Morgenstern (Österreich) und Janne Ahonen (Finnland) fehlen. Für den Gesamtsieger der Sommer-Tournee, die erstmals in Klingenthal (30. September) und Oberhof (3. Oktober) endet, sind vier Goldbarren ausgelobt. Sicher auch ein Anreiz für Martin Schmitt.

© SID

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