Skispringen International
Skispringer Michael Uhrmann fehlt in Willingen

Bundestrainer Werner Schuster muss zum Auftakt der Team Tour in Willingen auf Michael Uhrmann verzichten. Der Routinier nimmt wegen einer verschleppten Erkältung eine Auszeit.

Die Ambitionen der deutschen Skispringer haben kurz vor der Weltpremiere der Team Tour in Willingen einen herben Dämpfer erhalten. Bundestrainer Werner Schuster muss beim Team-Springen am Samstag sowie tags darauf im Einzel auf Michael Uhrmann verzichten. Der Routinier aus Rastbüchl blieb mit einer verschleppten Erkältung zu Hause und hofft auf einen Einsatz auf der zweiten Station ab Dienstag in Klingenthal.

"Das ist definitiv ein Rückschlag für uns. Michael ist einer der Eckpfeiler des Teams. Jetzt müssen andere die Ärmel hochkrempeln und über sich hinauswachsen", sagte Schuster. Uhrmanns Teilnahme an der WM vom 18. Februar bis 1. März in Liberec sei nicht in Gefahr.

Vierter Kaderplatz geht an Freund, Ulmer oder Musiol

Martin Schmitt (Furtwangen), Michael Neumayer (Berchtesgaden) und Stephan Hocke (Schmiedefeld) sind für die Team-Konkurrenz in Willingen gesetzt. Der vierte Platz wird an Severin Freund (Rastbüchl), Christian Ulmer (Wiesensteig) oder Julian Musiol (Zella-Mehlis) vergeben.

In der neu geschaffenen und mit 100 000 Euro dotierten Team Tour wollen die deutschen Adler trotz des Ausfalls von Uhrmann in die Top drei fliegen. "Auch mit Uhrmann wäre dies schwer geworden. Aber besonders in Team-Springen entwickelt sich eine gewisse Eigendynamik. Die müssen wir nutzen", erklärte Schuster.

Uhrmann will in Klingenthal wieder dabei sein

In Klingenthal soll Uhrmann, der selbst die Initiative ergriff und auf eine Auszeit bestand, wieder zur Mannschaft stoßen. Laut Schuster werde er aber nur zum Einsatz kommen, wenn die Leistungsstärke bereits wieder ausreiche. Wichtig sei erstmal, dass er die Krankheit nun vollständig auskuriere.

Durch den Ausfall Uhrmanns wächst der Druck auf Vorflieger Schmitt noch weiter. Der viermalige Weltmeister will sein Team mitreißen und glaubt an einen Podiumsplatz. "Österreich ist wohl nicht zu schlagen, aber die Plätze zwei und drei sind realistisch", sagte der 31-Jährige aus Furtwangen.

Sven Hannawald ist optimistisch

Auch sein einstiger Weggefährte Sven Hannawald erhofft sich Großes von der Mannschaft. "Ich hoffe, dass es auf jeden Fall in die Top drei geht. Das wäre fast schon soviel wert wie eine WM-Medaille", sagte der Tournee-Sieger von 2002.

© SID

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