Skispringen National
"Adler" Herr bleibt auf dem Boden

Weil es mit dem erhofften schwedischen Pass nicht klappt, bleibt Skispringer Alexander Herr in dieser Saison auf dem Boden. Auf "Bockwurstspringen" in der Provinz hat der ehemalige DSV-"Adler" auch keine Lust.

Der Weltcup-Winter wird ohne Skispringer Alexander Herr über die Bühne gehen. Der Antrag des Schwarzwälders auf einen schwedischen Pass scheiterte, zuvor war er bei den Olympischen Spielen in Turin aus der deutschen Mannschaft geflogen. Der Team-WM-Dritte im Skifliegen hatte Bundestrainer Peter Rohwein Inkompetenz vorgeworfen.

"Das mit Schweden ist blöd gelaufen, aber ein Start für Deutschland ist definitiv kein Thema mehr. Ich habe mich für diesen Weg entschieden, dabei bleibe ich. Man wird mich diesen Winter nicht springen sehen", sagte Herr vor dem Weltcup-Auftakt am Freitag im finnischen Kuusamo dem Sport-Informations-Dienst (sid). Seine Anwältin suche derzeit nach Möglichkeiten, für andere Nationen anzutreten. Falls das nicht klappt, droht das Ende der Karriere: "Wenn ich bis nächste Saison nichts finde, macht es keinen Sinn mehr. Es wird schon mit einem Jahr Pause schwer."

Finanzielle Probleme hat Herr nach dem gescheiterten Wechsel zum schwedischen Verband nach eigenen Angaben ("Ich habe einiges gespart") nicht. Derzeit absolviert er eine Ausbildung zum Trainer und Mentaltrainer mit dem Ziel, künftig Führungskräfte zu betreuen.

Zudem trainiert er weiterhin voll, um in Form zu bleiben. Einen Start bei kleineren Springen schließt Herr aus: "Ich gehe nicht von Bockwurstwettkampf zu Bockwurstwettkampf. Da mache ich mir meinen Ruf kaputt."

© SID

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