Skispringen National
Rohwein holt zum verbalen Gegenschlag aus

Nach der Kritik von Dieter Thoma hat Peter Rohwein geantwortet und zum verbalen Gegenschlag angesetzt. "Man weiß ja, von wem es kommt", so der Skisprung-Bundestrainer, der zudem "nun vom Team" Erfolge sehen will.

Bundestrainer Peter Rohwein wehrt sich gegen seine Kritiker und hat sein erfolgloses Team vor der Generalprobe zur 55. Vierschanzentournee in die Pflicht genommen. "Es war klar, dass ein Mordstrubel herrscht, wenn wir so einen schlechten Saisonstart haben. Jetzt müssen die Jungs endlich die Leistung bringen, die sie bringen können", sagte Rohwein vor dem Weltcup am Wochenende im schweizerischen Engelberg dem sid.

Nach nunmehr fast drei Jahren ohne Sieg und immer neuen Ausreden hatte in dieser Woche der ehemalige Skisprung-Star Dieter Thoma die Ablösung des Chefcoachs nach der Saison gefordert. Jetzt konterte Rohwein: "Ich weiß ja, wer es gesagt hat. Das ist nichts Konstruktives und somit nicht relevant. Ich bin die Kritik seit meinem Amtsantritt gewöhnt."

Nach der letzten Weltcup-Pleite in Lillehammer - dort war Platz elf von Martin Schmitt das beste Resultat - war Rohwein allerdings auch von Verbands-Generalsekretär Thomas Pfüller zu einem Gespräch geladen worden. Für den Trainer aus Isny wird es allerhöchste Zeit für die vom Verband geforderten "regelmäßigen Podestplätze", ansonsten könnte seine Zeit tatsächlich bald abgelaufen sein.

Eine vage Hoffnung auf Spitzenplätze könnte der im letzten Jahr in Engelberg immerhin auf Platz zwei gelandete Michael Uhrmann sein. Nach dem verpatzten Saisonstart habe sich der Team-Olympiasieger von 2002 beim zweitägigen Sondertraining zu Wochenbeginn im österreichischen Ramsau wieder stabilisiert. Der völlig abgestürzte Georg Späth versucht in Engelberg wieder einmal mit Änderungen am Ski sein Glück.

Neumayer: "Er ist der optimale Mann für uns"

Michael Neumayer, der mit einem fünften Platz im finnischen Kuusamo für das bisher beste Saisonresultat sorgte, wird nach seinem Kreuzbandriss am 22. Dezember in München operiert und fällt für den Rest der Saison aus. Nach seinen Worten steht die Flieger-Mannschaft hinter ihrem heftig kritisierten Trainer. "Er ist der optimale Mann für uns, er hat nichts falsch gemacht. Wahrscheinlich hat er den schwersten Job im ganzen Skisprung-Zirkus, denn alle wollen die Erfolge von früher wieder sehen", sagte Neumayer: "Man sieht dem Peter leider an, dass er so unter Druck ist."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%