Skispringen National
Rohwein plant Krisen-Gipfel

Bundestrainer Peter Rohwein will zum "Wohle des deutschen Skispringens" einen Krisen-Gipfel mit seinen heftigsten Kritikern Dieter Thoma und Jens Weißflog einberufen. Thoma hatte die Ablösung Rohweins gefordert.

Zum "Wohle des deutschen Skispringens" hat sich Bundestrainer Peter Rohwein nun doch zu einem Gespräch mit seinen Kritikern Dieter Thoma und Jens Weißflog bereit erklärt. Es sei geplant, dass es ein internes Gespräch mit dem Olympiasieger-Duo gebe, erklärte der Chefcoach am Rande des Skisprung-Weltcups in Engelberg. Während Thoma die Ablösung des erfolglosen Trainers zum Saisonende gefordert hatte, prangerte Weißflog Fehler in der Trainingsarbeit und die mangelnde Einstellung der Mannschaft an.

"Ich will einen Versuch starten im Interesse des Sports. Wir kommen nur zusammen weiter und auf einen grünen Zweig", sagte Rohwein: "Die zwei müssen aber auch kapieren, dass ihre Aussagen im Team für Unruhe sorgen." In den Tagen zuvor hatte der umstrittene Trainer noch erklärt, dass die Kritik von Thoma nicht relevant für ihn sei. Nun scheint eine mögliche Beratertätigkeit von Thoma, TV-Experte von RTL, und Weißflog, TV-Experte von ZDF, als letzter Strohhalm möglich.

Thoma fordert Ablösung Rohweins

"Ich wäre gern ein guter Ratgeber, Jens Weißflog auch. Aber bei Rohwein hat man immer den Eindruck, nicht willkommen zu sein. Er geht einem aus dem Weg. Das ist respektlos gegenüber Athleten, die schon was geleistet haben. Da wird ein Riesenpotenzial verspielt", hatte Thoma in einem Gespräch mit der Welt erklärt. In dieser Saison müsse man versuchen, das Maximale rauszuholen, danach brauche es auf dem Trainerposten "wieder einen richtigen Repräsentanten für den schönen Sport." Rohwein sei zu negativ und könne die Springer nicht motivieren. Weißflog glaubt, dass einige deutsche Flieger schon mit fünften oder zehnten Plätzen zufrieden sind: "Sie leben besser als sie springen."

© SID

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