Skispringen National
Rohwein: "Wissen, wie Skispringen funktioniert"

Trotz der Krise der deutschen Skispringer sieht Peter Rohwein keinen Grund, ausländische Trainer als Aufbauhelfer zu verpflichten. "Wir sind nicht dümmer und nicht schlauer als die Finnen", meinte der Chefbundestrainer.

Von der Verpflichtung ausländischer Trainer als Aufbauhelfer für die schwächelnden deutschen Skispringer hält Peter Rohwein offenbar nicht viel. "Ich bin der Meinung, dass eine Nation mit ihren eigenen Trainern von unten nach oben besetzt werden sollte", sagte der Chefbundestrainer in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

In den letzten Tagen hatte es Spekulationen über die Verpflichtung des norwegischen Cheftrainers Mika Kojonkoski als Nachfolger des glücklosen Rohwein gegeben. Zudem waren auch andere Experten aus dem Ausland für Jobs in der zweiten Reihe im Gespräch.

"Permanente Probleme" mit den Ski

"Wir wissen doch auch, wie Skispringen funktioniert, wir sind nicht dümmer und nicht schlauer als die Finnen oder die Österreicher", erklärte Rohwein: "Wir haben einen wissenschaftlichen Hintergrund wie wohl nur wenige Nationen." Als eine Ursache für das schwache Abschneiden in der Olympiasaison nannte Rohwein die "permanenten Probleme" mit den Ski der jetzt aussteigenden Firma Rossignol. Man sei jetzt bei erfolgreichen Tests und mache einen Neuanfang mit Fischer oder Atomic.

Vor der Trainerklausur am Montag und Dienstag bekräftige Rohwein noch einmal, dass ihn die Verbandsspitze ganz klar gesagt habe, dass sie mit ihm über die Olympischen Winterspiele hinaus plant. Allerdings denkt er, seit Oktober 2004 in vorderster Linie, offenbar bereits über einen Zeitpunkt für den Rückzug nach: "Ich brauche die direkte Arbeit mit den Athleten. Davon geht dem Cheftrainer hierzulande viel verloren. Und deshalb kann man das mit Herzblut ohnehin nur drei, vier Jahre machen." Die Gefahr, dass man abstumpfe, die Akkus leer werden, sei einfach zu groß.

© SID

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