Skispringen National
Trauer um Ex-Bundestrainer Reinhard Heß

Im Alter von 62 Jahren ist der frühere Skisprung-Bundestrainer Reinhard Heß gestorben. Heß, der die "DSV-Adler" zu ihren größten Erfolgen geführt hatte, erlag in Bad Berka einem Krebsleiden.

Der erfolgreichste Bundestrainer der deutschen Skispringer ist tot: Im Alter von 62 Jahren ist an Heiligabend Reinhard Heß, der die deutschen Skispringer ein Jahrzehnt lang von Triumph zu Triumph geführt hatte, in einer Klinik in Bad Berka an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Die Krankheit war beim Thüringer Anfang 2006 festgestellt worden. Nach einer Operation in Jena unterzog er sich einer Therapie. Nach einem Urlaub vor wenigen Wochen auf Teneriffa verbrachte er seine letzten Tage in der Klinik im Kreis seiner Familie.

Der schon in der früheren DDR als Skisprung-Trainer erfolgreiche Heß hatte 1993 sein Amt als Bundestrainer angetreten. Binnen eines Jahres führte er das deutsche Team um Jens Weißflog und Dieter Thoma zu zwei Olympiasiegen in Lillehammer. Es folgten zwei Einzel-Weltmeistertitel für Martin Schmitt und zwei WM-Titel im Team. Insgesamt gewannen seine Schützlinge 21 Medaillen bei Olympia und Weltmeisterschaften.

Sven Hannawald schaffte zudem 2002 unter dem Erfolgstrainer den historischen Grand-Slam-Sieg bei der Vierschanzentournee. Beide waren auch menschlich eng verbunden. "Wir waren immer ein gutes Team. Ich habe viel von ihm gelernt fürs Leben", sagt Hannawald.

Der letzte große Erfolg unter Reinhard Heß war der Team-Olympiasieg 2002 in Salt Lake City mit 0,1 Punkten Vorsprung vor Finnland. Nach der WM 2003 wurde der international geachtete Erfolgstrainer von Wolfgang Steiert abgelöst - seitdem hinken die deutschen Skispringer einstigen Höhenflügen meilenweit hinterher.

© SID

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