Skispringen National
Weißflog kritisiert Skisprung-Trainer Rohwein

Kurz vor Beginn der Vierschanzentournee hat Jens Weißflog Kritik an Skisprung-Bundestrainer Peter Rohwein und dem DSV geübt. "Manchmal denke ich, man ist nicht willkommen", sagte der dreimalige Olympiasieger.

Der dreimalige Olympiasieger Jens Weißflog hat Bundestrainer Peter Rohwein und die Arbeit des Deutschen Skiverbandes (DSV) im Skispringen kritisiert. "Ähnlich wie Dieter Thoma denke ich manchmal, man ist nicht willkommen", sagte Weißflog im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über den Chefcoach. Er verlange nicht, dass jemand bei schlechten Platzierungen freudestrahlend rumrenne, aber es gebe Situationen, in denen man sich auch mal ein Lächeln abringen könne.

Das von Rohwein nach einer vorangegangenen Kritik von Weißflog ("Heute leben manche besser als sie springen") angeregte Gespräch möchte Weißflog im Rahmen der nächsten Skispringen durchführen. Die Probleme des deutschen Skispringens seien vor allem strukturell: "Ich kann welcher Trainer auch immer sein, wenn ich bei den Springern das sportliche Potenzial nicht vorfinde. Im Moment sehe ich das bei den Deutschen nicht."

Weißflog: Boom nicht genutzt

Grund dafür ist nach Meinung des Oberwiesenthalers, dass der DSV den Skisprung-Boom nicht genutzt habe: "Man hätte schon zu diesen Boomzeiten ein anständiges Nachwuchsprogramm aufstellen müssen. Die Gelder, die dort eingenommen wurden über Fernsehverträge, hätten nach unten weiterfließen müssen in strukturelle Programme. Seit diesem Jahr erst gibt es einen Nachwuchsbauftragten." Die deutsche Erfolgsserie habe rund zehn Jahre angehalten: "Ich hoffe, dass wir jetzt nicht ein Tal von zehn Jahren haben."

© SID

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