Skispringen National
Weißflog rät zu Gesprächen im "Fall Schmitt"

Olympiasieger Jens Weißflog hat Bundestrainer Peter Rohwein im Fall Martin Schmitt zum Gedankenaustausch mit Wolfgang Steiert und Reinhard Heß aufgefordert. Derweil bekannte sich das Sorgenkind zu Heimcoach Rolf Schilli.

Die Probleme von Martin Schmitt können nicht alleine von Skisprung-Bundestrainer Peter Rohwein gelöst werden. Diese Meinung jedenfalls vertritt Olympiasieger Jens Weißflog und rät daher zum Gedankenaustausch mit Rohweins Vorgängern Wolfgang Steiert und Reinhard Heß.

"Ich fände es gut, wenn der Deutsche Skiverband die Größe hätte, mit diesen Leuten zu reden und mit deren Hilfe etwas herauszufinden", sagte der viermalige Tournee-Gewinner Weißflog der Münchener Abendzeitung: "Es ist nicht nachvollziehbar, dass kein Trainer mehr sein Potenzial rauslocken kann."

"Sehe keine stabile Grundtechnik mehr"

Weißflog fordert Rohwein auf, sich die notwendigen Informationen zu beschaffen. "Wenn ich ihn selbst nicht so gut kenne, muss ich mir diese Infos besorgen. Das lässt sich durchaus machen. Sie sehen sich ja dauernd an den Schanzen", meinte Weißflog. Rohwein hatte nach eigener Aussage Schmitt erst nach dessen großen Erfolgen kennen gelernt. "Ich sehe keine stabile Grundtechnik mehr. Die ist einfach weg", meint Weißflog zu Schmitts Leistungen.

Schmitt setzt weiter auf Schilli

Der 27-jährige Schmitt lehnt derweil den vom Deutschen Skiverband (DSV) mit einem Angebot für den Stützpunkt in Hinterzarten bedachten Österreicher Stefan Horngacher als neuen Heimcoach ab. "Rolf Schilli ist mein Heimtrainer, und er wird es auch bleiben´, betonte Schmitt. Horngacher werde sich vielleicht am Stützpunkt in Hinterzarten um den Nachwuchs kümmern. Rohwein erklärte dagegen: `Personalien werden nach der Saison geklärt."

Horngacher, der derzeit noch in Polen Jugendtrainer ist, hatte bereits geäußert, dass er sich zutraut, Schmitt helfen zu können: "Vielleicht tut es ganz gut, wenn er mal eine neue Schule kennen lernt." Der zweimalige Olympiadritte Horngacher muss nach den Winterspielen von Turin über das DSV-Angebot entscheiden.

© SID

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