Skispringen Nationalmannschaft
Herr gibt DSV einen Korb

Skispringer Alexander Herr wird in Zukunft nicht mehr für den Deutschen Ski-Verband (DSV) starten. Herr gab dem DSV gegenüber keine Begründung für seine Entscheidung ab.

Der Deutsche Ski-Verband (DSV) muss in Zukunft auf Alexander Herr verzichten. Der Skispringer war bei den Olympischen Winterspielen in Turin aus der deutschen Mannschaft ausgeschlossen worden und sollte am Mittwoch ursprünglich an einem Treffen mit der Verbandsspitze teilnehmen. Herr ließ den Termin jedoch platzen und informierte den Verband über sein Vorhaben, nicht mehr für Deutschland an den Start zu gehen.

"Es ist mir völlig unverständlich, dass gerade Alexander Herr, der alle seine Erfolge mit dem Team erringen konnte, es nun an der nötigen Kooperationsbereitschaft fehlen lässt", kommentierte DSV-Präsident Alfons Hörmann die überraschende Entwicklung.

DSM lässt Herr fallen

Als erste Konsequenz kündigte die Deutsche Sport-Marketing (DSM) nach Bekanntgabe von Herrs Entscheidung die Vermarktungstätigkeit für den Springer nach zehn Monaten wieder auf. "Alexander Herr ist sich darüber bewusst, dass wir ihn nicht weiter vertreten können, wenn er diesen Schlussstrich zieht. Eine Fortführung der Kooperation würde unserem Selbstverständnis widersprechen, jederzeit im Sinne des deutschen Sports zu handeln", erklärte DSM-Geschäftsführer Axel Achten.

Anfang April hatten sich der DSV und Herr in einem ersten Gespräch auf Mitte Mai vertagt. Herr hatte nach seinem Rauswurf in Turin angekündigt, nie mehr für Deutschland springen zu wollen. Wegen seiner polnischen Mutter war über einen Wechsel nach Polen spekuliert worden, allerdings wäre dann eine Sperre möglich. "Im Falle einer Anfrage eines anderen nationalen Verbandes werden wir kurzfristig eine Entscheidung treffen", erklärte DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller am Montag.

Hörmann hatte Herr in dem Gespräch im April trotz dessen gestörten Verhältnisses zur Mannschaft und Rohwein eine Rückkehr angeboten, wenn er sich als teamfähig erweise. Er könne partiell seinen eigenen Weg gehen. Als Beispiel nannte Hörmann vor Monatsfrist, dass Herr mit seinem Vater Hans-Paul als Privattrainer arbeiten und nur bei den Weltcups zum Nationalteam stoßen könne.

© SID

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