Skispringen Nationalmannschaft
Österreicher sollen deutschem Skisprung helfen

Die deutschen Skispringer haben bei den Olympischen Spielen in Turin erstmals seit 14 Jahren keine Medaille erhalten. Um an alte Erfolge anknüpfen zu können verpflichtete der DSV nun ein Trainer-Trio aus Österreich.

Um zurück an die Weltspitze zu finden soll den deutschen Skispringern ein Trainer-Trio aus Österreich behilflich sein. Ex-Weltmeister Heinz Kuttin gibt die Betreuung des polnischen Nationalteams um Adam Malysz auf und arbeitet künftig als deutscher B-Kader-Coach und Stützpunktchef in Oberhof. Der zweimalige Olympia-Dritte Stefan Horngacher wurde als Stützpunktchef in Hinterzarten verpflichtet und ist für den viermaligen Weltmeister Martin Schmitt zuständig. Falko Krismayr, bisher B-Kader-Trainer im Austria-Team, wird in Ruhpolding arbeiten. Bundestrainer bleibt trotz aller Kritik weiter Peter Rohwein.

"Der Bundestrainer-Posten ist für mich überhaupt keine Option, ich werde Peter Rohwein mit all meinen Kräften unterstützen", erklärte Kuttin. Der 35-Jährige unterschrieb zunächst einen Ein-Jahres-Vertrag. Der Schritt zurück in der Hierarchie nach zwei Jahren als Chef in Polen ist für Kuttin kein Problem: "Mit den jungen Leuten kann man viel besser arbeiten. Wir wollen mit den jüngeren Athleten den älteren im Weltcup richtig Druck machen. Nur so kann Deutschland wieder solche Erfolge wie früher feiern." Kuttin wird unter anderem den völlig abgestürzten Stephan Hocke, Team-Olympiasieger von 2002, betreuen.

Erstmals seit 14 Jahren keine Olympia-Medaille für den DSV

Horngacher, bislang Assistent von Kuttin in Polen, soll sich um den seit vier Jahren einstigen Erfolgen hinterherfliegenden Schmitt kümmern. "Eine neue Mentalität tut so einem Athleten wie Martin gut. Es muss sich auch bei ihm vieles ändern", sagte Kuttin. Über die genaue Verteilung der Arbeit wird sich Rohwein mit seinem Österreicher-Trio ab Montag in einer Klausur in Bad Enndorf verständigen.

Die seit zweieinhalb Jahren in Einzelspringen sieglosen deutschen Skispringer hatten in Turin erstmals seit 14 Jahren keine Olympia-Medaille gewonnen. Österreich gewann dagegen geführt von Thomas Morgenstern zweimal Gold und einmal Silber. "Da können wir mit der Verpflichtung von Toptrainern aus Österreich nicht so falsch liegen", sagte Thomas Pfüller als Sportchef des Deutschen Skiverbandes (DSV).

© SID

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