Skispringen Nationalmannschaft
Rohwein erklärt Olympiamedaillen zum Ziel

Skisprung-Bundestrainer Peter Rohwein zeigt sich nach einer zweitägigen Trainingsmaßnahme in Neuss zuversichtlich, was die Medaillenambitionen seiner Athleten bei den Olympischen Winterspielen in Turin angeht.

Peter Rohwein, Bundestrainer der deutschen Skispringer, zeigt sich zu Beginn der Saison sehr zuversichtlich. Für sein Team um Martin Schmitt sieht er die Medaillenchancen bei den Olympischen Winterspielen in Turin als gut an. "Letztes Jahr musste ich den Kopf hinhalten für Dinge, die ich nicht getan hatte. Dieses Jahr muss ich mich für Dinge verantworten, die ich selbst veranlasst habe. Damit kann ich wesentlich besser leben", sagte Rohwein.

Der frühere Co-Trainer der deutschen Skiadler, der Anfang Oktober 2004 Wolfgang Steiert als Cheftrainer abgelöst hatte, beendete am Dienstag mit seinen Topathleten eine zweitägige Trainingsmaßnahme in der Skihalle Neuss. "Wir konnten hier einiges für die Feinabstimmung tun und das Material einfahren. Unser Sommertraining ist damit beendet", erklärte Rohwein.

"Ziel muss dann natürlich das Podest in Turin sein"

Zur Vorbereitung auf den Winter mit den Höhepunkten Vierschanzentournee, Skiflug-WM Mitte Januar in Kulm/Österreich und natürlich den Olympischen Winterspielen in Turin (10. bis 26. Februar 2006) stehen die ersten Schneesprünge wenn möglich ab dem 8. November im norwegischen Lillehammer an. Der erste Weltcup wird am 25./26. November in Kuusamo/Finnland ausgetragen.

"Wir wollen in der gesamten Saison unser Niveau gegenüber dem vergangenen Jahr anheben. Und das Ziel muss dann natürlich das Podest in Turin sein. Denn in Deutschland interessieren ohnehin nur die Plätze eins bis drei, und daran müssen auch wir uns messen lassen", sagte Rohwein. Nach dem endgültigen Rückzug des einstigen Vorspringers Sven Hannawald sieht der Coach Team-Olympiasieger Michael Uhrmann (Rastbüchl) und Georg Späth (Oberstdorf) als erste Kandidaten aus Sicht des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) für die ganz vorderen Plätze.

Martin Schmitt immer für eine Überraschung gut

Doch auch Ex-Weltmeister Martin Schmitt sei immer für eine Überraschung gut. "Martin ist zwar ein Wackelkandidat und häufig nicht konstant genug. Aber er hat sehr gut gearbeitet und im Sommer gezeigt, dass ihm die Olympiaschanzen liegen", sagte Rohwein. Auch Schmitt selbst sieht sich auf einem guten Weg. "Ich habe derzeit einen höheren Leistungsstand als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Aber es ist schwierig, eine Prognose abzugeben. Da muss ich die ersten Wochen im Schneetraining abwarten", meinte der 27-Jährige.

Immerhin gehen die deutschen Asse gesund in die letzte Phase der Saisonvorbereitung. Alexander Herr (Rohrhardsberg) ist nach seinem Kreuzbandriss zu Beginn des Jahres ebenso wieder voll im Training wie Nachwuchsmann Maximilian Mechler (Isny) nach einem Schlüsselbeinbruch im Sommer.

© SID

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