Skispringen Nationalmannschaft
Skisprung-Bundestrainer Rohwein: "Wir trennen uns"

Skisprung-Bundestrainer Peter Rohwein hat für klare Verhältnisse gesorgt und seinen Rücktritt beim DSV bestätigt. "Wir trennen uns. Das steht fest. Im gegenseitigen Einvernehmen."

Die Spekulationen über die Zukunft von Peter Rohwein als Skisprung-Bundestrainer sind beendet. "Wir trennen uns. Das steht fest. Im gegenseitigen Einvernehmen", bestätigte Rohwein dem Nachrichtenmagazin Spiegel seinen Abgang beim Deutschen Skiverband (DSV).

"Das wird man sehen", sagte Rohwein am Samstag beim Weltcup in Lahti dem ARD-Fernsehen auf die Frage, ob er bis Ende der Saison noch auf dem Turm steht. Zugleich erklärte er, dass für ihn die Gespräche mit Sportdirektor Thomas Pfüller entscheidend seien und Zitate immer "irgendwo her" kommen würden. Ein Dementi zu dem autorisierten Spiegel-Interview gab er nicht.

Rohwein spricht von Vertrauensmissbrauch

Rohwein sei zudem "maßlos enttäuscht" von der technischen Leitung des DSV. Nach den Olympischen Spielen 2006 habe vor allem der technische Leiter, Rudi Tusch, sein Vertrauen missbraucht, weil er entgegen den Vereinbarungen das zentrale Lehrgangssystem abgeschafft habe. Tusch bestreitet, dass es entsprechende Absprachen gegeben habe.

Sportdirektor Thomas Pfüller hatte bereits für Saisonende umfassende Veränderungen angekündigt. "Wenn man die Probleme jetzt nicht löst, dann zieht es sich noch vier oder fünf Jahre hin und wird noch teurer", so Pfüller.

"Uns fehlte einen ganze Generation"

Nach Ansicht von Rohwein ist der Grund für die schlechten Leistungen der fehlende Athletennachwuchs: "Uns fehlte eine ganze Generation." Bei der Junioren-WM in Zakopane holten die Schützlinge um B-Kader-Chef Heinz Kuttin ("Mit Rohwein ist eine Zusammenarbeit nicht möglich") gerade zweimal Gold. Der in Einzel und Mannschaft erfolgreiche Andreas Wank soll nun auch am kommenden Wochenende im Weltcup eine Einsatzchance erhalten.

Andreas Bauer, den der DSV offenbar ganz oben auf der Liste hat, signalisierte bereits Gesprächsbereitschaft über die Nachfolge von Rohwein. "Es ist mein eigener Verband, es sind meine eigenen Leute, denen ich viel zu verdanken haben", sagte Bauer in Lahti auf eine entsprechende Frage: "Die Saison muss aber erst mal vorbeigehen."

Absage von Bauer würde den DSV in eine schwierige Lage bringen

Allerdings verwies Bauer auch auf die spannenden Aufgaben in der Kombination mit Blick auf Vancouver 2010. Im Falle einer Absage von Bauer käme der Verband, der einen deutschen Trainer favorisiert, in eine schwierige Lage.

Rohwein hatte 2004 die Nachfolge von Wolfgang Steiert, der inzwischen für das russische Team verantwortlich ist, angetreten. Vor allem aus den Stützpunkten gab es Kritik an seiner Arbeit und die desolaten Resultate zwangen den DSV zum Handeln.

© SID

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