Skispringen Nationalmannschaft
Skisprung-Bundestrainer vermisst einen Überflieger

Werner Schuster hat den deutschen Skisprung-Nachwuchs gelobt, vermisst aber einen Springer, der "explodiert". Er kritisiert außerdem das Verhalten der Österreicher in Liberec.

Bundestrainer Werner Schuster hat den deutschen Skisprung-Nachwuchs gelobt, vermisst aber einen Überflieger wie den Österreicher Gregor Schlierenzauer. "Wir haben noch keinen Geheimtipp, von dem wir sagen können: Der explodiert nächstes Jahr, der ist ein Komet", sagte Schuster der Süddeutschen Zeitung. Dennoch zeigte sich der Österreicher mit den Leistungen im Continentalcup, wo nach jahrelanger Durststrecke unter anderem zwei Dreifach-Siege heraussprangen, zufrieden.

Im Weltcup-Team nahm der vor der Saison angetretene Schuster die Springer hinter Martin Schmitt in die Pflicht. "Wir waren immer froh, wenn Martin ein gutes Ergebnis hatte, die anderen konnten nie für ihn in die Bresche springen. Wir sind in der Spitze weiterhin sehr dünn besetzt", sagte Schuster. Mit Schmitt habe man eine Absicherung nach oben gehabt, so dass man von der Wahrnehmung her zufrieden gewesen sei.

Bitter stößt dem Bundestrainer noch immer das Verhalten der Österreicher nach dem auf einen Durchgang verkürzten WM-Springen von Liberec auf, in dem Schmitt Silber gewann. "Wenn man wirklich Größe zeigt, kann man auch ein bisschen mehr Abstand haben zum Geschehen und etwas mehr Respekt zeigen", sagte Schuster über seine Landsleute. Schlierenzauer war nach dem Abbruch sauer, weil er sich um seine Medaillenchance gebracht sah.

© SID

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