Skispringen Olympia
Aus für Martin Schmitt

Skispringer Martin Schmitt ist bei der Olympia-Entscheidung am Sonntag nur Zuschauer. Ob der kriselnde Star von der Großschanze starten darf, ist weiterhin fraglich.

HB TURIN. Die deutschen Skispringer gehen am Sonntag (18.00 Uhr) ohne Martin Schmitt in die Auftakt-Konkurrenz von der Normalschanze der Olympischen Winterspiele. Trotz einer verbesserten Form im entscheidenden Training in Pragelato war der viermalige Weltmeister und Team-Olympiasieger von 2002 der schwächste von fünf deutschen Springern und wurde von Bundestrainer Peter Rohwein nicht für die Qualifikation am Samstag (18.00 Uhr) gemeldet. Mit 105,5 Metern stand Michael Uhrmann (Rastbüchl) Trainings-Bestweite.

"Es war knapp, aber Martin war der fünfte Mann. Wir sind hier bei Olympischen Spielen, und ich stelle fair nach Leistung auf", begründete Rohwein seine Wahl. "Natürlich bin ich enttäuscht, aber die Welt geht für mich nicht unter. Ich habe eine deutliche Steigerung nachgewiesen. Dann springe ich eben auf der großen Schanze", meinte Schmitt.

In den drei Trainingsdurchgängen überzeugte von der deutschen Mannschaft vor allem Uhrmann mit Bestweite. "Zwei solche Sprünge braucht er, wenn er um die Medaille mitspringen will. Er kann das schaffen", sagte Rohwein. Der beständige Alexander Herr (Schonach) übersprang in zwei Versuchen die 100m-Marke (100,5+101,5). Daneben erhielten Georg Späth (Oberstdorf) und knapp auch Michael Neumayer (Berchtesgaden) den Vorzug vor Schmitt. Neumayer sprang in zwei von drei Versuchen einen Meter weiter als Schmitt und war einmal einen Meter schwächer.

Schmitt "kein Olympia-Tourist"

"Martin hat meine Entscheidung ohne Widerstand akzeptiert. Er konnte sich das Ergebnis doch selbst an den Fingern abzählen", ergänzte Rohwein. Den Ausschlag zugunsten von Neumayer gaben auch dessen Leistungen im bisherigen Saisonverlauf sowie die Absprung-Stärke des Bayern auf der ungewohnten Kleinschanze. "Martin hat auf der Großschanze erneut die Chance. Und ich denke, er wird dort noch besser zurechtkommen. Auf keinen Fall ist er ein Olympia-Tourist", sagte Rohwein.

© SID

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