Skispringen Olympia
Skispringerinnen klagen vor Oberstem Gerichtshof

Die Skispringerinnen geben nach zwei gescheiterten Klagen nicht auf und ziehen nun mit ihrer Forderung nach einer Olympia-Teilnahme vor den Obersten Gerichtshof Kanadas.

Skisprung-Vizeweltmeisterin Ulrike Gräßler (Klingenthal) und ihre Kolleginnen geben im Kampf um eine Aufnahme ins olympische Programm der bevorstehenden Winterspiele 2010 in Vancouver nicht auf. Nach Niederlagen in zwei vorangegangenen Instanzen haben die Athletinnen nun bei Kanadas Oberstem Gerichtshof Klage auf eine Teilnahmeberechtigung eingereicht. Neben der Zulassung des Antrags zur Verhandlung erscheint allerdings auch offen, ob das Gericht bis zu Beginn der Spiele am 12. Februar zu einer Entscheidung kommen kann.

Gräßler und Co. waren schon mit ihren bisherigen beiden Klagen gegen Vancouvers Olympia-Organisationskomitee Vanoc wegen Verstößen gegen das kanadische Diskriminierungsverbot gescheitert. Nach Ansicht der Gerichte liegt die Entscheidungsgewalt über das Olympia-Programm alleine beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC), das nicht kanadischem Recht unterliegt. Die Klagen gegen das Vanoc wiesen die Gerichte deswegen ab.

Skispringen ist seit 1924 Teil der Olympischen Winterspiele und einzige Sportart neben der Nordischen Kombination (Skispringen+Langlauf), bei denen nur Wettbewerbe für Männer stattfinden. IOC-Präsident Jacques Rogge (Belgien) hatte den Skispringerinnen im Laufe des Jahres in zwei Briefen in Aussicht gestellt, dass Frauen-Skispringen 2014 bei den Winterspielen in Sotschi erstmals zum Olympia-Programm gehören könnte.

© SID

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