Skispringen Skifliegen
Deutsche Skiflieger landen nur auf Platz fünf

Das deutsche Skisprung-Team ist beim Mannschaftswettbewerb im Skifliegen im norwegischen Vikersund Fünfter geworden. Den Sieg sicherte sich Österreich.

Deutschlands Skispringer flogen als enttäuschte Fünfte um 95,5 Punkte am Podest vorbei, Nachbar Österreich wurde trotz zweier Stürze als Sieger des Team-Skifliegens von Vikersund gefeiert. Überflieger Gregor Schlierenzauer blieb bei seinem Crashs bei 213 und 224 Metern unverletzt, zeigte der Jury aber wegen der nach seiner Meinung falschen Anlauflänge dennoch den Vogel.

"Das Podest war heute einfach nicht drin", erklärte der als Startspringer auf 196,5 und 197,5 Meter gesegelte Schmitt: "Aber ich hoffe, ich verliebe mich noch in diese Anlage. Ich komme von Sprung zu Sprung besser zurecht und kann im Einzelfliegen noch eine Schippe drauflegen." Den weitesten Flug für das deutsche Quarett stand Michael Neumayer mit 201 Metern. Mehr Positives gab es nicht - das deutsche Top-Duo sammelte gemeinsam mit Christian Ulmer (Wiesensteig) und Michael Uhrmann (Rastbüchl) 1 389,5 Punkte.

Schlierenzauer sauer auf Jury

Weltmeister Österreich siegte mit 1 543,5 Punkten erwartungsgemäß vor Finnland (1 499,0), für die Harri Olli mit dem Schanzenrekord von 219 Metern Platz zwei sicherte. Gastgeber Norwegen (1 485,0) blieb nur Rang drei. Der 19 Jahre junge Skiflug-Weltmeister Schlierenzauer schimpfte nach seinen Stürzen über die Jury: "Das war viel zu viel Anlauf, ich konnte diesen Flug nicht stehen. So etwas ist gefährlich."

Bundestrainer Werner Schuster hatte schon vor dem Skifliegen Böses für das deutsche Team geschwant: "Es ist momentan nicht so einfach, ein leistungstarkes Team zusammenzustellen, dass die Top drei angreifen kann." Um das Unmögliche möglich zu machen, hatte er Schmitt an Position eins eingesetzt. Der Plan ging zunächst auf, denn nach dem ersten Sprung lag Deutschland zunächst auf Platz drei. Dann jubelte Michael Neumayer wie entfesselt nach einem starken Flug auf 201 Meter und dem zwischenzeitlichen zweiten Platz.

Debutant Ulmer sprang "mit viel Herz"

Erst nach Christian Ulmer, der überraschend Stephan Hocke ersetzte, fiel das deutsche Team auf Stammplatz vier zurück. Ulmer war dennoch zufrieden: "Das erste Mal im Team, ich war sehr aufgeregt wegen der großen Verantwortung. Aber ich bin mit viel Herz gesprungen." Schlussspringer Michael Uhrmann verschenkte schließlich mit wenig Herz noch Platz vier an Slowenien.

Am Sonntag findet in Vikersund ein Einzel-Skifliegen zum Abschluss des Nordic Tournaments der Skispringer statt. "Sturzpilot" Schlierenzauer kann sich vorzeitig die große Kristallkugel für den Weltcup-gesamtsieg sichern - dazu reicht in jedem Fall ein dritter Platz.

© SID

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