Skispringen Skifliegen
Schlierenzauer gewinnt Skifliegen in Planica

Der Österreicher Gregor Schlierenzauer hat das Skifliegen im slowenischen Planica gewonnen. Martin Schmitt wurde bei dem nach einem Durchgang abgebrochenen Wettbewerb 20.

Einen Rekord und viel Kritik an den chaotischen Verhältnissen gab es zum Auftakt des Weltcup-Finales der Ski-Springer in Planica. Gregor Schlierenzauer aus Österreich gewann am Freitag das mehrfach unterbrochene erste Wertungsfliegen bei alles andere als fairen Bedingungen. Der 19 Jahre alte Skiflug-Weltmeister, der bereits als Gesamtweltcup-Gewinner feststeht, erhielt 195,0 Punkte für 202,5 Meter und ist mit nun 13 Siegen in einer Saison alleiniger Rekordhalter. Bisher führte Schlierenzauer die Sieger-Rekordliste gemeinsam mit Janne Ahonen (Finnland) an. Dieser hatte seine zwölf Siege im Winter 2004/05 gefeiert.

Schmitt als 20. bester Deutscher

Martin Schmitt war in dem fast zwei Stunden dauernden Wettbewerb, der wegen der stetig wechselnden Wind-Verhältnisse nur einen Durchgang umfasste, mit 178 Metern und 162,1 Zählern als 20. der beste Deutsche im 40er Feld. "Den sportlichen Wert muss man infrage stellen, da muss man mal ein Einsehen haben und den Wettbewerb verschieben", meinte der Skisprung-Vizeweltmeister aus Furtwangen. Hinter Schlierenzauer, dem der 24. Erfolg seiner Laufbahn gelang, wurde der Pole Adam Malysz (195,0 Punkte/202,5 Meter) Zweiter. Dmitri Wassilijew (Russland/193,6/200,5) belegte Platz drei.

Aus den Reihen der Trainer kam heftige Kritik. Bundestrainer Werner Schuster sprach von einem "zweifelhaften Wettbewerb". Russlands Trainer Wolfgang Steiert sah wie der Österreicher Alexander Pointner die Veranstaltung "hart an der Grenze" und hätte gern mit seinen Trainerkollegen ein Zeichen gesetzt.

"Aber da gibt es keinen Zusammenhalt mehr", sagte Steiert. Renndirektor Walter Hofer vom Skiweltverband FIS sah die Veranstaltung anders: "Eine Meisterleistung der Jury. Sie hatte die Geduld gezeigt." So wären alle Springer gut heruntergekommen. Ein zweiter Durchgang sei wegen der Dunkelheit nicht möglich gewesen. Michael Uhrmann (Rastbüchl/140,2/163,5) kam auf Rang 32. Erik Simon (Aue/123,6/153) auf Platz 35, Christian Ulmer (Wiesensteig/122,7/148,5) landete auf Position 37 und Michael Neumayer (Berchtesgaden/67,8/109) wurde 38. und damit Letzter. Stephan Hocke (Schmiedefeld) war bereits in der Qualifikation am Donnerstag ausgeschieden.

Auf der größten Schanze der Welt findet am Samstag noch ein Teamwettbewerb statt, am Sonntag (jeweils 10.15 Uhr) ist als letzter Saisonwettbewerb ein Einzelfliegen geplant. Den Weltrekord aus dem Jahr 2005 hält Björn Einar Romören (Norwegen) mit 239 Metern auf dieser Anlage.

© SID

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