Skispringen Skifliegen
Skifliegen in Harrachov wird Sonntag fortgesetzt

Das Skifliegen im tschechischen Harrachov ist wegen wechselnder Winde und strömendem Regen abgebrochen worden. Das nächste Wertungsfliegen soll am Sonntag um 13.45 Uhr stattfinden.

Wechselnde Winde und strömender Regen haben für den Abbruch des Skifliegens im tschechischen Harrachov gesorgt. Diese Entscheidung gab die Jury nach einem Neustart und mehreren Unterbrechungen bekannt. Das nächste Wertungsfliegen soll am Sonntag um 13.45 Uhr ausgetragen werden.

Vor dem Neustart lag Martin Schmitt (Furtwangen) mit einem Flug auf 200 Metern in Führung. Bei noch sieben ausstehenden Springern entschied sich die Jury jedoch auf einen Neubeginn, nachdem der Schweizer Simon Ammann einen Flug auf 213m nicht stehen konnte und bei der Landung in den Schnee gegriffen hatte.

Sicherheit hat Priorität

"Wir mussten Wind, Regen und Nebel koordinieren. Uns ist letztlich einfach die Zeit davongelaufen. Beim Skifliegen herrscht der höchste Sicherheitsstandard, und deshalb mussten wir abbrechen", sagte Renndirektor Walter Hofer.

Der deutsche Weltcup-Trainer Henry Glaß pflichtete ihm bei: "Das ist die absolut richtige Entscheidung. Auch den Neustart muss man akzeptieren. Die Besten standen halt noch oben. Wir können froh sein, wenn wir am Sonntag einen Wettkampf durchbekommen", sagte Glaß. Eine Entscheidung über den Ablauf am Sonntag sollte am Samstagabend gefällt werden. Laut Plan soll ab 13.45 Uhr ein Wettkampf stattfinden.

Bis zum Abbruch hatte den Springern vor allem der dichte Nebel die Generalprobe für die Skiflug-WM in Oberstdorf (22. bis 24. Februar) verdorben. "Man sah nicht, wie die Bedingungen waren. Da zählte nur das Vertrauen in das eigene Können", sagte Schmitt, und Michael Uhrmann (Rastbüchl) gab zu: "Ich musste mich schon überwinden, hier zu springen."

Ammann: "Das war ein heißer Ritt"

Der Neustart kam Michael Neumayer allerdings sehr gelegen. Der Tournee-Dritte aus Berchtesgaden sprang lediglich 166,5m und drohte zum dritten Mal in Folge das Finale eines Weltcups zu verpassen. Bereits vorige Woche in Val di Fiemme war er durch eine Grippe geschwächt nur auf die Plätze 31 und 33 gesprungen.

Auch Christian Ulmer aus Wiesensteig kam mit den Bedingungen überhaupt nicht zurecht. "Ich bin froh, dass ich heil runtergekommen bin", sagte der 23-Jährige. Von den fünf deutschen Springern hatte lediglich Erik Simon (Aue/155) die Qualifikation verpasst. Georg Späth (Oberstdorf) wurde von Bundestrainer Peter Rohwein nach schwachen Leistungen vorübergehend aus dem Weltcup-Team genommen.

Das Ausrufezeichen des Tages setzte der Schweizer Simon Ammann. Der Doppel-Olympiasieger von Salt Lake City war auf 213m geflogen, konnte den Sprung allerdings nicht stehen und Griff bei der Landung in den Schnee. Dennoch war der Weltmeister mit seiner Flugshow zufrieden: "Das war ein heißer Ritt."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%