Skispringen Skifliegen
Zweiter Streich für Malysz in Planica

Auch beim zweiten Weltcup-Skifliegen von Planica hat Adam Malysz die Konkurrenz auf die Plätze verwiesen. Der Pole setzte sich knapp vor Anders Jacobsen und Martin Koch durch. Martin Schmitt landete auf dem 16. Rang.

Zweiter Streich für Adam Malysz in Planica: Der Weltcup-Spitzenreiter hat das zweite Skifliegen in Planica innerhalb von 20 Stunden gewonnen. Der Weltmeister aus Polen verwies in einer spannenden Konkurrenz seinen einzigen Rivalen im Kampf um den Gesamtsieg, Anders Jacobsen, mit nur 1,9 Punkten Vorsprung auf Platz zwei.

Der Norweger Jacobsen muss nun am Sonntag (10.15 Uhr/live im ZDF und bei Eurosport) das letzte Skifliegen unbedingt gewinnen, um zum ersten Mal Gesamtsieger zu werden. Malysz, der nach seinem achten Saisonsieg insgesamt 66 Punkte Vorsprung hat, reicht dagegen bereits ein siebter Platz zum vierten Gewinn der großen Kristallkugel nach 2001, 2002 und 2003.

Martin Schmitt aus Furtwangen landete auf Platz 16. Youngster Erik Simon aus Zschopau verpasste als 32. das Finale der besten 30 trotz ansprechender Leistung.

"Das ist Wahnsinn"

"Der zweite Sieg innerhalb weniger Stunden hier - das ist Wahnsinn", meinte Malysz der nach seinem achten Saisonsieg von tausenden polnischen Fans in den Julischen Alpen frenetisch gefeiert wurde. Malysz räumte aber ein: "Jacobsen ist so stark, da brauche ich noch zwei richtig gute Sprünge."

Der von Knieproblemen geplagte Vierschanzentournee-Sieger aus Norwegen stand im Finale einen blitzsauberen Versuch von 217 Metern, den Malysz mit Tagesbestweite von 217,5 Metern gerade noch zu kontern vermochte. Das mit aller Macht um die große Weltcup-Kugel kämpfende Duo verhinderte mit diesen Superflügen noch den ersten Einzelsieg des Österreichers Martin Koch, der nach Führung in der ersten Runde 211,5 Meter schaffte und Dritter wurde.

Martin Schmitt räumte nach guten 204m ein: "Vom Gefühl her war bei meinem Flug deutlich mehr drin. Mir ist es nicht gelungen, die Energie 100-prozentig umzusetzen. Und da lässt du auf so einer Schanze schnell mal 15 Meter liegen." Der ehemalige Furtwangener Skiflug-Vizeweltmeister verpasste den angestrebten Top-Ten-Platz jedoch durch die 197,5 Meter im ersten Versuch. Youngster Erik Simon (Zschopau) schaffte da 186 Meter und verpasste als 32. das Finale nur um 2,1 Punkte.

Rohwein will Bundestrainer bleiben

"Der Martin kann mehr. Das was er hier zeigt, sind nur seine Basissprünge. Aber der Aufwärtstrend ist klar zu sehen, den müssen wir weiter verfolgen", sagte Peter Rohwein. Der Bundestrainer will trotz des insgesamt misslungenen WM-Winters im Amt bleiben. "Wir müssen uns zusammenraufen. Aber die ersten Schritte sind getan. Die Tendenz ist durchaus positiv. Ich gehe davon aus, dass ich Bundestrainer bleibe", sagte der Allgäuer am Rande des Weltcup-Finales im Skifliegen dem ZDF.

Der deutsche Skiverband DSV hatte bereits bei der Nordischen WM in Sapporo erklärt, weiterhin mit Rohwein auf dem Chefposten zu planen. Die Entscheidung über die künftige Trainer-Struktur und eventuelle Veränderungen auf Bundestrainer-Posten fällt in der kommenden Woche auf der DSV-Klausur in Bad Griesbach.

© SID

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