Skispringen Vier-Schanzen-Tournee
Deutsche Hoffnungen ruhen auf Uhrmann

Nach Platz zwei in der Qualifikation hat Michael Uhrmann bei der Vierschanzentournee gute Chancen, in die Fußstapfen Sven Hannawalds zu treten. Dieser gewann 2002 als letzter Deutscher das Auftaktspringen in Oberstdorf.

Die Hoffnungen der deutschen Skisprung-Fans beim heutigen Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf (16.30 Uhr) ruhen auf Michael Uhrmann. Der neue Shootingstar der DSV-Adler kann mit einem Sieg der Nachfolger von Sven Hannawald werden, der 2002 als letzter Deutscher am Schattenberg triumphierte. Hannawald, der seine Karriere mittlerweile beendet hat, wird heute vor voraussichtlich 25 000 Fans offiziell verabschiedet.

Janda trifft auf Widhölzl in der K.o.-Runde

Nach dem gestrigen Erfolgserlebnis für Uhrmann in der Qualifikation peilt der Bayer in Oberstdorf den Sieg an. Hinter dem Österreicher Andreas Widhölzl landete "Uhri" auf Rang zwei. Die Disqualifikation des Tschechen Jakub Janda spielt dem Sportsoldaten dabei zusätzlich in die Hände. Der Weltcup-Spitzenreiter startete in der Qualifikation mit Skiern, die nicht im regelkonformen Verhältnis zu seinem Körpergewicht standen. Janda war entsprechend der im Skispringen gültigen Formel des Body-Mass-Index zu leicht für die von ihm benutzte Skilänge bzw. seine Ski waren für sein Körpergewicht zu lang. Dadurch bekommt es der Qualifikations-Beste Widhölzl in der heutigen K.o.-Runde mit Janda zu tun, der auf den 50. Rang zurückgestuft wurde. Uhrmann trifft auf den Japaner Hiroki Yamada.

"Ein guter Tag mit starken Sprüngen. Jetzt will ich auf das Siegerpodest. Wenn ich das Niveau halte, ist für mich alles drin," meinte Uhrmann nach der Qualifikation am Mittwoch. "Ich weiß genau, dass ich das Niveau habe, um mit den Besten vorne rumzuturnen - selbst wenn ich nur 95 Prozent meiner Leistung bringe. Ich springe jetzt mal drauflos und sehe, was dabei rauskommt", kündigte Uhrmann selbstbewusst an. Seit Hannawalds einmaligem Triumphzug mit dem historischen Vierfach-Sieg vor vier Jahren schickt sich erstmals wieder ein deutscher Springer an, die wichtigste nordische Ski-Konkurrenz zu gewinnen.

Veranstalter auf Wetterkapriolen vorbereitet

Die Organisatoren vom 99 Jahre alten Oberstdorfer Skiclub sind unterdessen mit 620 schlechtwetter-erprobten Helfern auf ein Duell mit dem vorausgesagten Flockenwirbel eingerichtet. Mit neuen transportablen Turbo-Gebläsen soll der Schnee aus der speziell abgekühlten Anlaufspur entfernt werden. "Es wird viel Schnee geben, aber auch minus vier Grad. Trockene Kälte sollte kein Problem sein. Die Vorbereitungen sind hervorragend gelaufen", meint der Renndirektor Walter Hofer vom Weltverband FIS.

© SID

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