Skispringen Vier-Schanzen-Tournee
DSV-Adler hoffen in Oberstdorf auf den Höhenflug

Ab Samstag gilt es für die deutschen Skispringer. Beim Auftakt der 55. Vierschanzentournee in Oberstdorf wollen Michael Uhrmann und Martin Schmitt für einen guten Start der DSV-Adler sorgen.

Vor dem großen Showdown kamen die deutschen Skiadler noch einmal gehörig ins Schwitzen: Mit zwölf Sprüngen in nur sechs Stunden haben sich die deutschen Skispringer auf das "Heimspiel" der 55. Vierschanzentournee in Oberstdorf eingestimmt. Vier Jahre nach dem letzten Tagessieg sollen auf der deutschen Lieblingsschanze am 30. Dezember (15.30 Uhr/live bei RTL) wenigstens Michael Uhrmann und Martin Schmitt an der Spitze mitfliegen.

"Als Mannschaft überzeugen"

"Vom gelungenen Start hängt alles ab. Wir müssen in Oberstdorf als Mannschaft überzeugen und mindestens einen Mann unter die besten Acht bringen", sagt Teamchef Rudi Tusch. Auch Bundestrainer Peter Rohwein gibt sich kämpferisch: "Wenn es optimal läuft, springen wir um einen Platz auf dem Podium mit."

Da die Oberstdorfer Organisatoren an Heiligabend und an beiden Weihnachtsfeiertagen im Akkord gearbeitet haben und die Großschanze am Fuß des Nebelhorns vorzeitig sprungbereit war, trommelte Rohwein seine Springer schon drei Tage vor dem Tournee-Start am Schattenberg zusammen. Das DSV-Team nutzte die "wirklich hervorragend präparierte Schanze" - statt der eigentlich geplanten drei Stunden wurde sechs Stunden trainiert.

"Die Jungs haben sich sehr selbstbewusst präsentiert. Ich habe hervorragende Sprünge gesehen. Wenn wir das Niveau auch im Wettkampf zeigen, habe ich keine Angst", sagte Rohwein und ordnete für die letzten Stunden vor dem Tournee-Auftakt "leichtes Krafttraining" sowie ein "lockeres Fußball-Spielchen" in der Schulsporthalle des Oberstdorfer Gymnasiums an.

Sven Hannawald gelang am 29. Dezember 2002 am Schattenberg als letztem deutschen Springer ein Tournee-Tagessieg. Insgesamt 20-mal standen Deutschlands "Adler" nach einem Tournee-Auftaktspringen auf der obersten Stufe des Siegerpodestes, so oft wie nirgendwo anders bei der deutsch-österreichischen Traditionsveranstaltung. Dreimal (1998, 1999 und 2000) auch Martin Schmitt.

Schmitt liebt die Schanze in Oberstdorf

"Träumen darf man ja. Ich liebe jedenfalls die Schanze in Oberstdorf", sagt der viermalige Weltmeister. Die Fans hoffen schon in Oberstdorf auf das große Comeback des einstigen Tournee-Helden nach vierjähriger Durststrecke. "Martin darf nicht immer an die Vergangenheit denken. Die Festplatte muss er löschen, einen Cut machen", fordert Rohwein: "Dann werden die Leute einen neuen, starken Martin Schmitt sehen."

Weil der deutsche Überflieger fehlt, wird die 23 000 Fans fassende Allgäu-Arena wohl nicht ausverkauft sein. "Wenn gut 20 000 an beiden Tagen insgesamt kommen, sind wir schon zufrieden. Und diese Vorgabe werden wir erreichen", meint Ralf Schmied, der stellvertretende OK-Generalsekretär.

© SID

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