Skispringen Vier-Schanzen-Tournee: DSV-Adler setzen auf Angriff

Skispringen Vier-Schanzen-Tournee
DSV-Adler setzen auf Angriff

Die Jagd auf Auftaktsieger Janne Ahonen ist eröffnet. Beim heutigen Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen wollen Michael Uhrmann und Georg Späth dem Finnen den Schneid abkaufen.

Nach dem Fehlstart von Oberstdorf setzen die deutschen Skispringer beim Neujahrsspringen der 54. Vierschanzentournee heute in Garmisch-Partienkirchen (13.45 Uhr) auf Angriff. "Ich habe noch drei Chancen, um ganz nach vorne zu springen. Die werde ich nutzen", sagte der zunächst auf Platz neun abgestürzte Michael Uhrmann. Zuspruch erhielt der DSV-Adler von Auftakt-Sieger Janne Ahonen. "Ich habe zwar 26 Punkte Vorsprung auf ihn, aber das ist aufholbar. Vor den Deutschen kann ich mir nicht sicher sein", sagt der Finne. In der Qualifikation, die der Japaner Noriaki Kasai mit 122,5 Meter für sich entschied, sprang Ahonen (5.) mit 119 Meter nur sechzig Zentimeter weiter als Uhrmann (8.).

Späth bester Deutscher in der "Quali"

Bester Deutscher in der Qualifikation war Georg Späth als Dritter (121 Meter). "Hier war ich in den letzten beiden Jahren jeweils Dritter und kann mir mir deshalb etwas ausrechnen", sagte Späth. Trotz des guten siebten Auftakt-Platzes mag sich der zunächst beste Deutsche "nicht mit der Gesamtwertung beschäftigen. Ich freue mich, dass ich endlich meine Form gefunden habe und will mich weiter verbessern."

Lediglich Zuschauer in Garmisch wird dagegen Ex-Weltmeister Martin Schmitt sein. Seine schwachen 106 Meter reichten nur zu Platz 53. Der Furtwanger muss nun mit seinem Rauswurf aus der deutschen Tourneemannschaft rechnen, möchte aber selbst seinen Startplatz nicht freiwillig räumen.

Schmitt muss zuschauen

Bundestrainer Peter Rohwein will derweil nichts von einer Krise wissen. "Bei uns herrscht keine Beerdigungsstimmung. Garmisch liegt bekanntlich in Deutschland. Da werden uns wieder Tausende den Rücken stärken", sagt der Chefcoach: "Zumindest Uhrmann und Späth haben das Niveau für das Siegerpodest. Die werden es schon bringen. Noch ist nichts entschieden. Der Ahonen ist in diesem Winter auch nicht so stabil."

Der Ärger über den verkorksten Tournee-Einstand hält sich auch bei Uhrmann in Grenzen. Dennoch hätte er "lieber in Oberstdorf auf dem Siegerpodest gestanden als in Engelberg vor Weihnachten".

© SID

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