Skispringen Vier-Schanzen-Tournee
Hörmann: "Für einen Sieg muss alles passen"

DSV-Präsident Alfons Hörmann traut den deutschen Skispringern bei der Vierschanzentournee viel zu. Mit Schmitt, Uhrmann und Neumayer habe man gleich "drei heiße Eisen im Feuer".

Alfons Hörmann hat im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) sein Vertrauen in die deutschen Skispringer bekräftigt. Vor der 57. Vierschanzentournee lobte der Präsident des Deutschen Skiverbandes auch die Arbeit des neuen Bundestrainers Werner Schuster.

sid: "Was erwarten Sie von den deutschen Skispringern bei der 57. Vierschanzentournee?"

Alfons Hörmann: "Ich hoffe, dass sie an den sehr guten Saisonauftakt anknüpfen und die Stabilität mitnehmen, um bei der Tournee eine gute Rolle zu spielen. Speziell Martin Schmitt kann mit viel Zuversicht in die Tour gehen. Er hatte in den letzten Jahren viele einzelne gute Resultate, aber jetzt scheint sein Aufwärtstrend nachhaltig zu sein."

sid: "Trauen Sie Martin Schmitt den ersten deutschen Sieg bei der Tournee seit sechs Jahren zu?"

Hörmann: "Er hat auf jeden Fall das körperliche Potenzial. Das Podest ist allemal drin, für einen Sieg muss alles passen. Wenn er bei der Tournee Podestplatzierungen macht und in der Gesamtwertung unter den Top Fünf landet, wäre das ein traumhaftes Ergebnis."

sid: "Was trauen Sie den anderen deutschen Springern zu?"

Hörmann: "Uhrmann und Neumayer haben bewiesen, dass sie vorn dabei sein können. Also haben wir drei heiße Eisen im Feuer. Wenn wir am Ende zwei in den Top Ten, einen unter den besten Fünf und ein paar schöne Podestplatzierungen hätten, wäre die Welt für den DSV mehr als in Ordnung."

sid: "Wie wichtig wäre denn der langersehnte Sieg eines deutschen Skispringers für den DSV finanziell?"

Hörmann: "Skispringen ist eine der tragenden Säulen in der sportlichen Wahrnehmung des DSV und auch für die finanzielle Konstellation des Verbandes enorm wichtig. Die Tournee ist ein herausragendes Ereignis im Winter, eine der Top-Drei-Veranstaltungen im Wintersport. Natürlich sind gute Ergebnisse da immens wichtig. Aber nicht in dem Sinn, dass ein Podestplatz soundsoviel Euro bringt. Es geht darum, dass Sponsoren und Medien sagen, dass es sich lohnt, in den DSV zu investieren."

sid: "Wie sind Sie mit dem neuen Bundestrainer Werner Schuster zufrieden?"

Hörmann: "Wir sind hochzufrieden, Werner Schuster leistet mit seinem Team hervorragende Arbeit. Nicht nur die sportliche Leistung stimmt, sondern auch in Sachen Teamgeist und positives Denken hat sich bei den Skispringern sehr viel getan. Die Diskussionen vor einem Jahr, ob Bundestrainer oder Stützpunkttrainer wichtiger sind, haben sich in Luft aufgelöst. Werner Schuster hat die natürliche Führungsautorität, er ist unzweifelhaft der Chef. Das ist die Idealkonstellation, deshalb bekommt er alle Zeit und unser volles Vertrauen für die nächsten Jahre. Es ist kein Kurzfrist- sondern ein Langfristprojekt, das deutsche Skispringen wieder nach vorn zu führen. Die Hannawalds fallen schließlich nicht vom Himmel."

© SID

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