Skispringen Vier-Schanzen-Tournee
Schanzenbau in Garmisch geht nur schleppend voran

Der 56. Vierschanzentournee droht ein unschönes Provisorium: Die rechtzeitige Fertigstellung der hypermodernen Schanze in Garmisch-Partenkirchen bis zum Neujahrsspringen ist offenbar gefährdet.

Die Vierschanzentournee muss bei ihrer 56. Auflage womöglich mit einem Provisorium auskommen. Drei Monate vor dem Neujahrsskispringen ist in Garmisch-Partenkirchen von der angekündigten hypermodernen Flügelschanze noch nichts zu sehen. Die Stahlkonstruktion soll in den nächsten Wochen aufgestellt werden.

"Vielleicht wird noch nicht jeder Raum gefliest sein und irgendwo ein Waschbecken fehlen", wiegelt Projektchef Markus Gehrle-Neff ab. Immerhin musste der Ski-Weltverband FIS mit Unmut bereits eine Ausnahmegenehmigung erteilen, wonach den Skispringern wegen des fehlenden Aufzugs der Aufstieg zur Schanze zu Fuß zugemutet werden kann.

Ähnlich wie beim Neubau in Innsbruck vor einigen Jahren, als ebenfalls noch auf einer halben Baustelle gesprungen werden musste, werden die Arbeiten im altehrwürdigen Olympiastadion zum Wettlauf mit der Zeit. Am 21./22. Dezember soll die neue Anlage mit einem Continentalcup ihre Funktionsprobe bestehen, am zweiten Weihnachtstag ist die feierliche Enthüllung vor laufenden Fernsehkameras geplant und am 31. Dezember rückt die Weltelite der Vierschanzentournee an.

650 Tonnen Stahl werden verbaut

"Wir können es schaffen, aber viel Zeit bleibt nicht mehr", sagt Harald Bitschnau von der Metallbaufirma in Vorarlberg, die in den nächsten Tagen insgesamt 650 Tonnen Stahl auf die Tieflader packt, um die Segmente vor Ort zu einem Bakken zusammenzusetzen. Pannen darf es keine mehr geben. Ein "Plan B" mit zwei Tournee-Springen in Oberstdorf oder Innsbruck oder gar einer "Auslagerung" des Neujahrsspringens nach Klingenthal oder Willingen wird heftig dementiert.

© SID

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