Skispringen Vier-Schanzen-Tournee
Schmitt: "Arbeite konsequent an meinen Schwächen"

Vor dem Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf am Donnerstag äußerte sich der ehemalige deutsche Ausnahme-Skispringer Martin Schmitt zu seiner persönlichen Situation und seinen Aussichten auf die Tournee.

Ende der 90er Jahre und zu Beginn des neuen Jahrtausends war Martin Schmitt zusammen mit Sven Hannawald das Aushängeschild der deutschen Skispringer-Szene, nach Formtiefs in den letzten Jahren ist der Furtwanger inzwischen wieder auf dem Weg zurück in die Weltspitze. In einem Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) äußerte sich der 27-Jährige zu seinen Aussichten auf die anstehende Vierschanzentournee und die Olympia-Saison an sich.

sid: "Wie schätzen Sie vor der Tournee ihr Leistungsvermögen ein?"

Martin Schmitt: "Natürlich bin ich in meiner besten Zeit besser gesprungen, aber es fehlt nicht mehr viel. In Einzelsprüngen komme ich an das alte Niveau wieder ran. Wenn ich weiter so konsequent an meiner Technik arbeite, werde ich auch in den Ergebnislisten wieder unter den besten zehn Springern der Welt zu finden sein."

sid: "Wie erklären Sie sich nach dem ordentlichen Saisonstart die Probleme bei den letzten Weltcups?"

Schmitt: "Ich hatte in Harrachov und Lillehammer Schwierigkeiten, die richtige Anfahrtposition zu finden. Dadurch ergaben sich Absprungfehler. Aber ich arbeite wie bisher konsequent an meinen Schwächen. Natürlich kann es auch mal Rückschläge geben, die ich verkraften muss, die mich aber nicht aus der Bahn werfen."

sid: "Wollen Sie auf alle Fälle vier Springen bei der Tournee machen oder würden Sie bei Problemen auch die beiden Springen in Österreich zu Gunsten der Olympia-Vorbereitung auslassen?"

Schmitt: "Mein Nahziel ist es, eine gute Tournee zu springen, und momentan sehe ich keine Probleme. Die Olympia-Vorbereitung beginnt nach der Skiflug-WM."

sid: "Haben Sie immer noch den Traum, die Tournee zu gewinnen?"

Schmitt: "Ich denke nicht nur für mich, sondern für jeden Springer, ist es ein Traum, die Tournee zu gewinnen. Ich erinnere mich am liebsten an meine Siege in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen."

sid: "Wer sind die Tourneefavoriten?"

Schmitt: "Absoluter Favorit ist Janda, aber auch Ahonen, Küttel, Uhrmann und Ljökelsoy können gewinnen."

sid: "Wie erklären Sie sich die nachlassende Popularität des Skispringens in Deutschland?"

Schmitt: "Natürlich hängt das mit deutschen Erfolgen zusammen, einen Boom gibt es nur durch Siege. Wir sollten uns aber trotzdem nicht beklagen, denn Skispringen ist immer noch eine populäre Wintersportart."

sid: "Wie lange planen Sie nach all den Rückschlägen noch im Skispringen?"

Schmitt: "Bis 2010."

© SID

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