Skispringen Vier-Schanzen-Tournee
Schmitt führt DSV-Adler zur Vierschanzentournee

Martin Schmitt führt das deutsche Aufgebot für das Auftaktspringen der 55. Vierschanzentournee an. Der viermalige Weltmeister nimmt bereits zum zwölften Mal teil. Michael Uhrmann ist zum 13. Mal am Start.

Mit Martin Schmitt an der Spitze gehen die DSV-Adler in das Auftaktspringen der am 30. Dezember in Oberstdorf beginnenden 55. Vierschanzentournee. Der viermalige Weltmeister ist bereits zum zwölften Mal beim traditionsreichen Skisprung-Grand-Slam am Start. Zum 13. Mal nimmt Teamkollege Michael Uhrmann teil.

Beim Auftaktspringen am Schattenberg werden diesmal nur sechs deutsche Springer um Lokalmatador Georg Späth dabei sein. Sechs weitere Athleten treten erst beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen an. Dort soll der nach einem Schlüsselbeinbruch genesene Stephan Hocke, Team-Olympiasieger von 2002, möglicherweise sein Comeback geben. Zudem ist der Einsatz von hoffnungsvollen Nachwuchsspringern geplant.

Nach dem Springen unter der Zugspitze will Bundestrainer Peter Rohwein entscheiden, welche deutschen Starter bei den restlichen Tourneespringen in Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (7. Januar) antreten.

Martin Schmitt im Aufwind

Schmitt ist unterdessen rechtzeitig vor der Tournee wieder im Aufwind - und hofft sogar auf eine Überraschung. "Träumen darf man ja. Irgendwann habe ich vielleicht auch wieder die Form für Siege", sagte der viermalige Weltmeister dem Sport-Informations-Dienst (sid), schränkt aber sofort ein: "Auch wenn man vor der Tournee immer an die alten Zeiten denkt, muss ich realistisch bleiben."

Bei der Tournee-Generalprobe in Engelberg segelte Schmitt auf die Plätze 15 und zwölf - und schaffte im anschließenden Trainingslager in der Schweiz einen weiteren Schritt nach vorn. "Bei Martin hat sich etwas bewegt. Da habe ich richtig viel Hoffnung", sagt der sonst wenig euphorische Rohwein.

Der viermalige Tourneesieger Janne Ahonen zählt Schmitt sogar zum erweiterten Favoritenkreis. Genau wie Skisprung-Chef Walter Hofer: "Ich bin von Schmitts Leistungsniveau überrascht. Und man darf nicht vergessen, dass er mal ein Siegspringer war - die sind immer gefährlich."

Gemeinsam mit seinem neuen österreichischen Trainer Stefan Horngacher wechselte Schmitt im Sommer mit neuen Ski die Technik - und stellte damit alte Fehler ab. "Ich habe wie ein Anfänger ganz neu alles gelernt. Das ist mir erstaunlich leicht gefallen, es war eine große Herausforderung für mich", erzählt Schmitt.

Er sieht sich in seinem Entwicklungsprozess zu seinem zweiten Skispringer-Frühling noch längst nicht am Ende. Die Tournee ist nur eine Zwischenstation: "Ich hadere nicht mit den vergangenen Jahren, das war keine verlorene Zeit. Ich denke lieber daran, dass ich noch ein paar gute Jahre vor mir habe. Bis zur WM 2011 will ich noch springen."

250 000 Euro Preisgeld

Schmitt könnte theoretisch mehr als 250 000 Euro kassieren - wenn er zur großen Überraschung alle vier Springen gewinnt. Bei jedem der vier mit knapp 44 000 Euro dotierten Springen streicht der Sieger vom Ausrichter knapp 19 000 Euro ein. Der Deutsche Skiverband (DSV) zahlt für jeden Sieg bei einem Tourneespringen 25 000 Euro. Der Gesamttriumph ist dem Verband sogar 50 000 Euro wert. Weitere Platzierungsprämien zahlen der Ski- und der Kopfsponsor sowie die Ausrüsterfirmen.

© SID

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