Skispringen Vier-Schanzen-Tournee
Schmitt sieht sich erneut mit Kritik konfrontiert

Peter Rohwein hat Martin Schmitt nach dessen 24. Platz beim Auftakt der Vierschanzentournee in die Kritik genommen. Dennoch hofft der Skisprung-Bundestrainer auf neue Erfolge des einstigen Vorzeigespringers.

Schwierige Zeiten für Martin Schmitt: Bundestrainer Peter Rohwein hat Kritik an dem Skispringer geübt, doch er schreibt den viermaligen Weltmeister auch nach dem Absturz in Oberstdorf nicht ab. "Es ist verdammt schwer, wenn du mit ihm arbeitest. Immer, wenn du denkst, Martin hat sich stabilisiert, gibt es wieder einen Schritt zurück. Es ist ein ständiges Hin und Her", sagte Rohwein am Tag nach dem enttäuschenden 24. Platz von Schmitt beim Auftaktspringen der 54. Vierschanzentournee.

Schmitt springt der Weltspitze hinterher

Obwohl der Abstand des 27-Jährigen zur Weltspitze "gewaltig" sei, hofft der Bundestrainer auch fast vier Jahre nach dem letzten Weltcupsieg von Schmitt immer noch auf neue Erfolge des einstigen Stars. "Wenn ich nicht mehr optimistisch wäre, würde ich sagen: Martin, packe Deine Sachen. Solange er Spaß dran hat, stelle ich mich der Aufgabe", meint Rohwein.

Mangelhafte Flugposition

Die technischen Probleme in der Anfahrtposition, die der Schwarzwälder derzeit habe, seien schon in den Erfolgszeiten aufgetreten: "Vor fünf Jahren konnte er das allerdings durch das andere Material kompensieren. Jetzt springt überspitzt gesagt sein Körper nach oben und der Ski geht nach unten. Das ist keine aerodynamische Position."

Allerdings dürfe man auch nicht vergessen, dass Schmitt trotz aller Enttäuschungen neben Michael Uhrmann (Rastbüchl), Georg Späth (Oberstdorf) und Alexander Herr (Schonach) einer der vier qualifizierten Springer für die Winterspiele in Turin sei.

Schmitt hatte erst nach langem Widerstand gegen den Rat von Rohwein kurz vor der Tournee den Ski gewechselt. Allerdings fehlt ihm auch mit den gleichen Latten, mit denen er bei der WM 2005 in Oberstdorf Silber gewonnen hatte, die Stabilität: "Ich habe nicht das Vertrauen in meine Sprünge." Trotz drei völlig verkorkster Winter und der erneuten Probleme in dieser Saison will Schmitt eine Teammedaille in Turin holen und auf jeden Fall bis Olympia 2010 weitermachen.

© SID

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