Skispringen Vier-Schanzen-Tournee
Schmitt springt zu kurz, Späth Dritter

Ohne Martin Schmitt steigt das Neujahrs-Springen der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen. Der Ex-Weltmeister schied in der Qualifikation aus. Georg Späth überzeugte dagegen mit Platz drei.

Ausgerechnet Ex-Weltmeister Martin Schmitt hat mit seinem Ausscheiden in der Qualifikation zum Neujahrspringen in Garmisch-Partenkirchen (13.45 Uhr) für den negativen Höhepunkt aus deutscher Sicht bei der 54. Vierschanzentournee gesorgt. Dagegen überzeugte am Fuße der Zugspitze Georg Späth mit 121 Metern als Dritter, Michael Uhrmann (118 Meter) wurde Achter. Bestweite stand der Japaner Noriaki Kasai (122,5), Oberstdorf-Sieger Janne Ahonen (119) wurde Fünfter.

"Das war indiskutabel. An dem Sprung konnte ich nichts Gutes entdecken. Ein denkbar schlechtes Ende des Jahres", kommentierte Martin Schmitt seinen 53. Platz, der für den Neujahrstag eine unfreiwillige Sprungpause bedeutete. Der Furtwanger muss nun mit seinem Rauswurf aus der deutschen Tourneemannschaft rechnen, möchte aber selbst seinen Startplatz nicht freiwillig räumen. Doch Bundestrainer Peter Rohwein wollte sich vor einer endgültigen Entscheidung zunächst mit Schmitt beraten.

Späth fühlt sich frei

Dagegen freute sich Georg Späth über seinen dritten Rang, den er auch am Ende der beiden Neujahrskonkurrenzen der letzten Jahre erreicht hatte. "Ein Podestplatz ist für mich möglich. Ich fühle mich frei, die Schanze kommt mir entgegen, die Form wird immer besser", sagte Späth.

Hinter Späth schafften vor nur etwa 2000 Zuschauern an einem sonnigen Silvestertag noch sieben weitere Athleten des Deutschen Skiverbandes (DSV) den Sprung unter die für den Wettbewerb zugelassenen besten 50. Kai Bracht (Oberstdorf/118,5), Andreas Wank (Oberhof/113), Maximilian Mechler (Isny/111), Mario Kürschner (Ober-Unterschönau/110) aus dem B-Kader profitierten mit früher Startnummer vom Aufwind. Dagegen wurden Michael Neumayer (Berchtesgaden/110) und Alexander Herr (Schonach/108,5) wie Schmitt vom Rückenwind behindert, setzten sich aber dennoch durch.

Uhrmann verspricht Steigerung

"In Oberstdorf war ich in der Qualifikation super, aber im Wettkampf hat es dann nicht so geklappt. Diesmal mache ich es eben ungekehrt", sagte Michael Uhrmann: "Aber im Training habe ich mich hier auf der alten Anlage wirklich schwer getan."

Der als Tournee-Mitfavorit angetretene Uhrmann hatte im Training nur 100 Meter gestanden, dabei aber mit Ski und Anzug experimentiert. In der Qualifikation kam Uhrmann besser zurecht, konnte allerdings vor allem bei der Anfahrtgeschwindigkeit noch nicht mit den Besten mithalten.

© SID

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