Skispringen Vier-Schanzen-Tournee
Uhrmann in Widhölzls Windschatten

Andreas Widhölzl war bei der Qualifikation zum Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf das Maß aller Dinge. Der Österreicher verfehlte nur knapp den Schanzenrekord. Starker Zweiter wurde Michael Uhrmann.

Freude im Lager der deutschen Skispringer. Michael Uhrmann landete bei der Qualifikation zur Auftakt-Konkurrenz der 54. Vierschanzentournee in Oberstdorf (29. Dezember, 16.30 Uhr) einen Satz auf 137,5 Meter. Der Bayer belegte damit Rang zwei. Bestweite stand der Österreicher Andreas Widhölzl, der mit 142,5 Metern den Schanzenrekord des Norwegers Sigurd Pettersen nur um einen Meter verfehlte.

Uhrmann will auf das Podest

"Ein guter Tag mit starken Sprüngen. Jetzt will ich auf das Siegerpodest. Wenn ich das Niveau halte, ist für mich alles drin," sagte Uhrmann. Der Sportsoldat vom WSV Rastbüchl könnte als erster deutscher Springer nach Sven Hannawald (2001) die Gesamtwertung des bedeutendsten nordischen Skisport-Wettbewerbes gewinnen. Hannawald, der als bislang einziger Springer alle vier Tournee-Konkurrenzen gewann, wird am Rande des Auftakt-Wettbewerbes in Oberstdorf feierlich verabschiedet.

Neben Uhrmann schafften weitere sechs Schanzenpiloten des Deutschen Skiverbandes (DSV) den Sprung unter die besten 50, die für den Sprunglauf auf der Schattenbergschanze zugelassen sind. Der bereits im Training starke Schonacher Alexander Herr stand ebenso gute 130,5 Meter wie der einheimische Georg Späth. Dem dreifachen Oberstdorf-Sieger Martin Schmitt (Furtwangen) reichten 116 Meter zum Weiterkommen. Jörg Ritzerfeld (Oberhof) schied mit einer Knieverletzung aus.

"Bislang war das nur Monopoly. Hier wurde noch nicht mit richtigem Geld gespielt. Meine Form stimmt, ich werde morgen um den Sieg mitspringen", kommentierte Alexander Herr seinen starken Auftritt vor 7 000 Fans euphorisch. Bereits im Training hatte der Schwarzwälder mit Bestweite von 133,5 Meter überzeugt. "Herr und Späth haben hinter Uhrmann ihr wahres Potenzial gezeigt, aber dass müssen beide jetzt auch in den Wettkampf rüberbringen", ergänzte Bundestrainer Peter Rohwein.

Janda disqualifiziert - nun gegen Widhölzl

Im ersten Durchgang nach dem K.o.-Modus wird Widhölzl als Qualifikations-Bester gegen den tschechischen Weltcup-Spitzenreiter Jakub Janda antreten, der wegen zu langer Ski disqualifiziert und auf Rang 50 strafversetzt wurde. Uhrmann muss sich gegen den Japaner Hiroki Yamada durchsetzen.

Der ursprünglich mit 134,5 Metern auf Platz fünf gelandete Janda, der entsprechend der im Skispringen gültigen Formel des Body-Mass-Index zu leicht für die von ihm benutzte Skilänge war, darf überhaupt nur zum Schattenberg-Springen am 29. Dezember antreten, weil er sich als Bester der Weltcupwertung nicht qualifizieren muss.

© SID

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