Skispringen Vier-Schanzen-Tournee
Vierschanzentournee findet nicht auf Matten statt

Der Internationale Skiverband FIS hat den Organisatoren der Vierschanzentournee untersagt, diese bei Schneemangel auf Matten stattfinden zu lassen. Laut Punkt 254.3 der Wettkampfordnung sei dies nicht zulässig.

Der anhaltende Schneemangel in Deutschland verursacht bei den Organisatoren der 55. Vierschanzentournee Kopfschmerzen. Jedoch ist die Austragung der Veranstaltung auf Matten definitiv keine Alternative. Der Internationale Skiverband FIS untersagte nun einen entsprechenden Notfallplan der Organisatoren mit dem Verweis auf die Wettkampfordnung Punkt 254.3. Demnach sind Mattenspringen nur zwischen dem 15. Juni und 15. Oktober zulässig - und nicht beim Auftaktspringen der Tournee am 30. Dezember.

"Es muss definitiv auf Schnee gelandet werden", erklärte Skisprungchef Walter Hofer. Zuvor hatte Tournee-Pressechef Ingo Jensen erklärt, dass man als letzte Option auf den an der Schanze am Schattenberg verlegten Matten landen könnte, falls es weiterhin so warm bleibe. Bereits im Herbst war die Großschanze am Schattenberg mit einer aus abgehobeltem Eis der Nebelhorn-Eishalle gebauten Schnee-Anlaufspur präpariert worden. Die deutsche Mannschaft hatte die Kompromiss-Anlage mit Anlauf aus Schnee und Aufsprung auf Matten für die Saisonvorbereitung genutzt.

Bloß nicht nervös werden

"Bis zum 15. Dezember besteht noch kein Grund, nervös zu werden", sagte Jensen: "Schließlich reichen uns vier kalte Nächte, um genügend Kunstschnee zu produzieren." Insgesamt 2000 Kubikmeter werden in der WM-Arena benötigt.

In Garmisch-Partenkirchen ist es für die Absicherung des traditionellen Neujahrsspringens möglich, per Helikopter Schnee von der Zugspitze einzufliegen. Aber auch ein vom Tournee-Ort Innsbruck in 1 300 Meter Höhe eingerichtetes Depot ist verfügbar.

Ähnliche Schneesorgen begleiteten die Vierschanzentournee letztmals 2003. Damals konnte erst am 18. Dezember in Oberstdorf mit der Belegung der Schanze begonnen werden. In der Tournee-Geschichte ist noch nie ein Springen ausgefallen. "Ich gehe fest davon aus, dass das so bleibt", sagte Jensen. Auch wenn unbedingt Schnee dafür nötig ist.

© SID

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