Skispringen Weltcup
Der Wind stoppt schwache deutsche "Adler"

Starke Windböen haben die deutsche Skisprung-Mannschaft um den neuen Bundestrainer Werner Schuster vor einem missglückten Weltcup-Auftakt bewahrt. Der Wettbewerb wurde abgebrochen.

Der finnische Wirbelwind hat den neuen Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster vor einer missglückten Weltcup-Premiere bewahrt. Wegen Böen bis zehn Meter pro Sekunde wurde das Teamspringen zum Saisonauftakt im finnischen Kuusamo nach 29 von 36 Springern abgebrochen. Das deutsche Team konnte gut damit leben: Nach drei von vier Springer-Gruppen hatte das enttäuschende deutsche Team um den abgestürzten Martin Schmitt nur auf Platz sechs gelegen.

"Der Abbruch war die richtige Entscheidung, aber bis dahin waren unsere Leistungen sehr schlecht. Wir sind nach den starken Sprüngen des Sommers geerdet worden", erklärte Schuster: "Wir müssen kämpfen mit der Form, die Leute finden nicht so herein und wollen es besonders gut machen. Ich habe schon wesentlich schönere Tage erlebt."

Schmitt schmiert bei 93,5 Metern ab

Felix Schoft (Partenkirchen/115,5 Meter), Michael Uhrmann (Rastbüchl/116,5) und Schmitt mit einem völlig missglückten 93,5-Meter-Sprung hatten in nur drei Sprüngen unglaubliche 145,9 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Österreich angesammelt - das sind umgerechnet 81 Meter.

Da kam nach den perfekten Bedingungen zu Beginn der einbrechende Wind und Schneefall fast wie eine Rettung. Die Jury wartete fast eine Stunde ab und entschied sich dann für den Abbruch - damit konnte in Kuusamo zum vierten Mal in den letzten fünf Jahren das Auftaktspringen nicht wie geplant stattfinden. "Die Windströmung war zu stark und unberechenbar. Wir wollten auf keinen Fall ein Risiko eingehen", erklärte Skisprung-Chef Walter Hofer vom Internationalen Skiverband FIS. Ob das Springen nachgeholt wird, soll bis Samstagvormittag entschieden werden - ein möglicher Termin wäre der Sonntagvormittag.

Uhrmann ratlos: "Bin noch nicht im Tritt"

"Die Sprünge sind noch nicht so, wie ich es mir vorstelle. Aber ich lasse mich nicht beirren, ich weiß, was in mir steckt", sagte Schmitt. Auch Michael Uhrmann, beim Sommer-Grand-Prix noch starker Dritter der Gesamtwertung, ist ratlos: "Ich bin überhaupt noch nicht in Tritt. Es bricht in der ersten Station noch keine Welt zusammen, aber wir müssen schauen, woran das liegt."

© SID

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