Skispringen Weltcup
Deutsche Skispringer fliegen am Podest vorbei

Bei der Team Tour der Skispringer hat Deutschland zum Auftakt nur den vierten Platz belegt. Den Sieg sicherten sich die als Favoriten angetretenen Österreicher.

Im Dauerregen von Willingen gab es für die deutschen Skispringer nichts zu holen. Beim Sieg von Topfavorit Österreich landete das Quartett Martin Schmitt, Michael Neumayer, Stephan Hocke und Severin Freund zum Auftakt der Team Tour nur auf Rang vier. Die Norweger belegten vor rund 20 000 Zuschauern den zweiten Platz vor den Finnen.

"Von der Papierform stehen wir halt nur auf Platz vier, aber wir hatten einen Mann zu ersetzen. Nach vorne ist alles möglich", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Er hofft nun auf die baldige Rückkehr des erkrankten Michael Uhrmann: "Da haben wir noch einen Joker in der Hinterhand."

Schmitt lagen letztlich mit 778,7 Punkten 14,5 Zähler oder gut acht Meter hinter den drittplatzierten Finnen. Österreich setzte sich mit 902,9 Zählern dagegen nur um 1,7 Punkte gegen die starken Norweger durch. Vorflieger Schmitt war dennoch zufrieden: "Meine Form stimmt, und ich bin zufrieden", sagte der viermalige Weltmeister.

Guter erster Durchgang für die Deutschen

Nach dem ersten Durchgang hatte Deutschland in Schlagdistanz zum Podest gelegen und hatte nur 6,1 Punkte Rückstand auf Finnland. Bei Suomi hatte ausgerechnet Top-Flieger Harri Olli gepatzt und die Podest-Hoffnungen der eigentlich schon abgeschlagenen Deutschen wieder genährt.

Neumayer (Berchtesgaden) lieferte mit Sprüngen auf 134,5 und 132 Meter zwar eine solide Leistung ab, verlor in seiner Gruppe aber stets deutlich auf die Konkurrenz. "Zumindest mein zweiter Sprung war okay. Rang vier ist nicht schlecht, aber eigentlich wollten wir auf das Podest", sagte Neumayer.

Nachwuchsspringer Freund (Rastbüchl) schlug sich wacker, hatte aber im zweiten Durchgang bei schlechten Bedingungen keine Chance. Folglich kam nach zuvor 120 Meter nur ein Sprung auf 102,5 Meter heraus. Gleiches galt für Hocke (Schmiedefeld), der nach zuvor 127 Metern ebenfalls nur Freunds Weite erreichte.

WM-Hoffnungen in der Teamkonkurrenz

Bis zur WM in knapp zwei Wochen in Liberec wartet auf Bundestainer Schuster noch einige Arbeit. In Nord-Böhmen soll mindestens eine Medaille herausspringen, die besten Chancen rechnet sich der Deutsche Skiverband im Team aus.

Routinier Uhrmann laboriert an einer verschleppten Erkältung und hofft, am Dienstag in Klingenthal in die Tour einzusteigen. Am Sonntag steht die Einzel-Konkurrenz auf dem Programm. Die Resultate der beiden besten Springer einer Nation gehen in die Tour-Wertung ein. Neben Schlierenzauer wird dann auch der Schweizer Simon Ammann auf der Mühlenkopfschanze um Punkte springen.

© SID

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