Skispringen Weltcup
Deutsche Skispringer landen auf Rang drei

Bei der WM-Generalprobe in Willingen haben Jörg Ritzerfeld, Stephan Hocke, Tobias Bogner und Michael Uhrmann den dritten Platz belegt. Das deutsche Team musste sich lediglich Österreich und Norwegen geschlagen geben.

Jörg Ritzerfeld, Stephan Hocke (beide Oberhof), Tobias Bogner (Berchtesgaden) und Michael Uhrmann (Rastbüchl) haben dem deutschen Skisprung-Team bei der WM-Generalprobe in Willingen den dritten Rang beschert. Mit den 931,8 gesammelten Punkten weckten die "deutschen Adler" wieder Medaillenhoffnungen für die Titelkämpfe in Japan. Österreich siegte mit 998,4 Punkten vor Norwegen (990,5). Die Weltmeisterschaft beginnt in zehn Tagen in Sapporo.

"Das gibt Selbstvertrauen. Natürlich wollen wir bei der WM im Einzel und Team um die Medaillen mitspringen. Wir setzen mit zwei Junioren auf die Zukunft", sagte Bundestrainer Peter Rohwein dem Sport-Informations-Dienst (sid). Vor allem aber auf den bei Olympia noch um 25 Zentimeter am Podest vorbeigeflogenen Uhrmann, der als Mitfavorit zur WM reist. Eineinhalb Wochen vor Beginn der Titelkämpfe in Fernost verpasste der deutsche Vorflieger seinen zweiten Saisonsieg nur um 6,9 Punkte hinter dem norwegischen Seriensieger Anders Jacobsen.

Tags darauf führte Uhrmann das deutsche Team mit überragenden 142 Metern und 931,8 Punkten auf Platz drei hinter Österreich (998,4) und Norwegen (990,5). Obwohl ein Teil der Weltklassespringer fehlte, waren die extra angereisten Handball-Weltmeister um Henning Fritz begeistert. "Ich fahre mit einem schönen Gefühl zur WM, aber erstmal erhole ich mich zu Hause mit der Familie. Ich weiß, dass ich bei der WM gewinnen kann und die Manschaft arbeitet sich aus der Krise raus", sagte Uhrmann.

Schmitt gibt WM-Zusage

Passend dazu gab der viermalige Weltmeister Schmitt eine Woche nach seinem Sturz in Titisee-Neustadt seine WM-Zusage und soll laut Rohwein am Mittwoch erstmals wieder auf die Schanze: "Mir geht´s wieder ganz gut, ich habe mich gut erholt und habe keine Kopfschmerzen mehr. Die WM kann kommen."

Wenn sich die sechsköpfige deutsche Mannschaft am Donnerstag in Oberstdorf zum letzten Trainingslager vor dem Abflug am Samstag trifft, wird ein Team-Vizeweltmeister von 2005 fehlen. "Für Georg Späth ist der Zug abgefahren. Er hat nochmal eine Chance bekommen und sie nicht genutzt", sagte Rohwein. Ein 122-Meter-Sprung reichte nicht, Späth wurde schon vor dem Teamspringen am Sonntag aussortiert. Dafür dürfen die Teenager Kevin Horlacher (17) und Pascal Bodmer (16) neben den gesetzten Uhrmann, Schmitt und Jörg Ritzerfeld (28. in Willingen) wohl den Trip nach Sapporo antreten.

"Wir müssen auf die Zukunft setzen, wenn die Alten keine Leistung bringen. Es ist immer noch besser, mit den Jungen im Team auf Platz sechs zu landen", meinte Co-Bundestrainer Henry Glass. Für das letzte Ticket sind der formschwache, aber mit der WM-Norm ausgestatte Christian Ulmer (46. in Willingen) und der favorisierte Stephan Hocke (Platz 29) noch im Rennen. Auch der 16 Jahre junge Tobias Bogner bot sich mit einer ordentlichen Leistung im Teamspringen an. Rohwein will sein Team nach Beratungen mit der Verbandsspitze zu Wochenbeginn verkünden.

© SID

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