Skispringen Weltcup
DSV-Adler enttäuschen bei Morgenstern-Sieg

Deutschlands Skispringer enttäuschten beim Weltcup in Lillehammer erneut. Bester DSV-Athlet war Michael Neumayer auf Rang 19. Den Sieg holte der Österreicher Thomas Morgenstern.

Im Eisschrank von Lillehammer erlebten die deutschen Skispringer die nächste große Enttäuschung in diesem Winter. Bei Temperaturen von 20 Grad unter dem Gefrierpunkt bewahrten Michael Neumayer (Berchtesgarden) auf Platz 19. und Severin Freund (Rastbüchl) als 21. die DSV-Adler beim Weltcup-Flutlichtspringen immerhin vor einem Total-Absturz. "Ich hätte nicht gedacht, dass wir uns so schwer tun", sagte ein um Fassung ringender Bundestrainer Werner Schuster nach dem dritten Wettbewerb der Saison.

Beim Sieg des Österreichers Thomas Morgenstern (137,5m), der die norwegischen Lokalmatadoren Johan Remen Evensen (136,0) und Tom Hilde (134,0) auf die Plätze verwies, konnten die übrigen vier deutschen Springer die guten Leistungen aus der Qualifikation nicht bestätigen. Vizeweltmeister Martin Schmitt (Furtwangen), Jungstar Pascal Bodmer (Meßstetten), Michael Uhrmann (Rastbüchl) und Maximilian Mechler (Isny) verpassten das Finale der besten 30 Springer.

Ergebnisse der Qualifikation nicht bestätigt

Die Hoffnungen, die nach einem schwachen Saisonstart und enttäuschenden Resultaten bei den ersten Springen in Kuusamo und Kuopio durch die guten Qualifikationsergebnisse geweckt wurden, konnte kein Springer bestätigen. "In einem Satz kann man das schwer erklären. Es war ein klassisches Over-Trying", so Schuster. Zumindest Neumayer zeigte sich mit seinem Ergebnis zufrieden: "Enttäuscht bin ich nicht. Es ist eine Aufwärtstrend zu erkennen. Immerhin habe ich heute Punkte gesammelt".

Martin Schmitt kämpfte mit schwierigen Windbedingungen und landete bereits nach 122 Metern. Platz 34 im ersten Durchgang berechtigten nicht zur Teilnahme am Finale - eine Erfahrung, die der 32-Jährige bereits bei seinen ersten beiden Sprüngen in diesem Winter machte. "Ich habe sechs bis sieben Meter verschenkt", sagte der enttäuschte Routinier, der hinter Freund und Neumayer immerhin "best of the rest" der DSV-Adler war.

Bodmer weit hinter den Erwartungen zurück

Pascal Bodmer, der in der Qualifikation hinter Freund noch auf den zweiten Rang gesprungen war, blieb mit 115,5m und Platz 41 deutlich hinter den Erwartungen zurück. "Bei mir ist die Konstanz noch nicht so da. Kleine Fehler zeigen sich da gleich extrem. In der Qualifikation hatte ich bessere Bedingungen", so Bodmer.

Auch Schuster bemängelte die fehlende Stabilität seines Schützlings: "Bodmer ist in der Qualifikation gut gesprungen. Aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer". Michael Uhrmann (Platz 42/118,5 m) und Maximilian Mechler (45/114,0 m) komplettierten das deutsche Ergebnis. Chance auf Wiedergutmachung gibt es bereits am Sonntag, wenn ab 14.00 Uhr der zweite Einzelwettbewerb in der Olympiastadt von 1994 ausgetragen wird.

© SID

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