Skispringen Weltcup
DSV-Adler in Lillehammer mit mäßigem Ergebnis

Beim durch Schneefall beeinträchtigten Skisprung-Weltcup in Lillehammer landete Pascal Bodmer vor Michael Uhrmann und Andreas Wank auf Rang 14. Martin Schmitt verpasste das Finale.

Der neue Überflieger landete unsanft auf dem Boden der Realität, der alte Vorflieger stürzte gar völlig ab: Die deutschen Skispringer um Shootingstar Pascal Bodmer und Altmeister Martin Schmitt wurden beim zweiten Weltcup-Einzelwettbewerb der Olympiasaison vom Schneegestöber ausgebremst. Bodmer, zum Auftakt in Kuusamo noch Zweiter, war erneut bester Deutscher, belegte aber im norwegischen Lillehammer nur Platz 14 - vor seinen Teamkollegen Michael Uhrmann und Andreas Wank. Schmitt verpasste das Finale.

"Das war nicht perfekt, aber auch nicht so schlecht, wie es den Anschein hat", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Neben Vize-Weltmeister Schmitt, der 36. wurde, war auch Michael Neumayer (Berchtesgaden) als 38. im ersten Durchgang gescheitert. "Es war sehr schwierig heute, damit haben speziell die Routiniers Probleme gehabt. Die Jüngeren sind da deutlich unbekümmerter rangegangen", sagte Schuster.

Bodmer erneut bester Deutscher

Bodmer ist mit 18 der derzeit jüngste Deutsche im Weltcup - und er wies den Teamkollegen erneut den Weg. Seine Sprünge über 122 und 130,5 Meter brachten 236,7 Punkte, vom "Stockerl" war er damit aber 23,1 Zähler entfernt. Ganz oben stand dort zum 25. Mal im Weltcup der österreichische Vize-Weltmeister Gregor Schlierenzauer, der im Finale mit der Bestweite von 141 Metern von Platz sechs noch nach vorne sprang (268,9). Sein Teamkollege Thomas Morgenstern (265, 4) und Adam Malysz (Polen/259,8) komplettierten das Podium.

Die widrigen Bedingungen, unter denen im ersten Durchgang vor allem Top-Springer wie Schmitt zu leiden hatten, verhinderten ein besseres Ergebnis des Deutschen Skiverbandes. "Sehr zufrieden wäre übertrieben", bilanzierte Schuster deshalb, "aber ich bin auch nicht so unzufrieden, wie viele vielleicht glauben." Zumal Bodmer erneut sein Potenzial andeutete. "Nach dem Erfolg von Kuusamo gehe ich nun anders an die Sache ran. Da macht Skispringen Spaß", sagte er.

Schmitt hadert mit den Bedingungen

Den weitesten deutschen Sprung zeigte Uhrmann, im Finale flog er auf 132,5 Meter. Von Schuster gab es ein "Kompliment", Uhrmann haderte aber mit seinem Absprung: "Das ist mehr ein Vorfallen."

Richtig sauer war indes Martin Schmitt. "Es war zäh. Die Spur wurde vom Schnee immer langsamer, da musste man schon sehr, sehr sauber reinspringen. Das ist mir nicht gelungen. Das ärgert mich, weil ich nicht so schlecht drauf bin. Ich hoffe, dass ich meine Qualitäten hier noch ausspielen kann", sagte er. Am Sonntag (13.45 Uhr) bekommt Schmitt eine zweite Chance.

© SID

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