Skispringen Weltcup: DSV-Quartett bei Finnland-Triumph Vierter

Skispringen Weltcup
DSV-Quartett bei Finnland-Triumph Vierter

Die deutschen Skispringer sind beim Weltcup in Willingen mit 926,1 Zählern auf den vierten Rang gesprungen. Das finnische Quartett siegte mit 973,5 Punkten vor Österreich (953,3 Punkte) und Norwegen (950,3 Punkte).

Das finnische Skisprung-Team hat eine Woche vor den Olympischen Winterspielen in Turin (10. bis 26. Februar) den Weltcup in Willingen überlegen für sich entschieden. Mit 973,4 Punkten lag das Team um Janne Ahonen deutlich vor Österreich (953,3 Punkte) und Norwegen (950,3 Punkte).

Die deutsche Mannschaft mit Michael Neumayer (Berchtesgaden), Georg Späth (Oberstorf), Alexander Herr (Schonach) und Michael Uhrmann (Rastbüchl) wurde mit 926,1 Punkten Vierter.

"Ich bin natürlich enttäuscht, der erste Platz wäre mir lieber gewesen. Ein vierter Rang ist nicht das, was wir uns vorstellen. Das muss bei Olympia anders werden", grantelte Bundestrainer Peter Rohwein nach dem mäßigen Auftritt eine Woche vor den olympischen Normalschanzen-Springen: "Aber wir müssen jetzt einen klaren Kopf behalten, denn wir wollen bei Olympia eine Teammedaille und auch im Einzel vorn mitspringen."

Absturz von Neumayer kostet Podestplatz

Trotz Heimvorteils in Willingen präsentierte sich nur Michael Uhrmann im Teamspringen mit einem Traumflug auf 144 Meter schon in perfekter Olympiaform: "Natürlich ist der vierte Platz bitter, aber in Turin springen wir aufs Podest. Und ich will im Einzel auch um die Medaillen mitspringen, deshalb war dieser Sprung extrem wichtig für mich." Das deutsche Team lag zwischenzeitlich sogar in Führung, ehe der Absturz von Michael Neumayer auf 119,5 Meter den Podestplatz kostete. Alexander Herr nahm die Pleite gelassen: "Natürlich hätten wir den phantastischen Fans in Willingen gern einen Podestplatz geschenkt. Aber wenn es bei Olympia klappen soll, muss doch die Generalprobe schiefgehen." Auch 2001 hatte das deutsche Team Rang vier in Willingen belegt und anschließend Gold bei der Weltmeisterschaft gewonnen.

Derweil schloss der fünfte Olympistarter Martin Schmitt am Samstag nach 40 Sprüngen sein Camp in Ruhpolding ab. Co-Bundestrainer Henry Glaß meinte sarkastisch, "dass man in drei Tagen keine Wunder erreichen kann". "Mein neuer Ski harmoniert jetzt mit der Technik. Jetzt muss man abwarten, ob das für Turin reicht", sagte Schmitt selbst.

Dem viermaligen Weltmeister droht bei den Winterspielen die Zuschauerrolle. Am Mittwoch reist das Team an den Olympiaschanzen von Pragelato an, wo am Donnerstag das erste Training für das Normalschanzenspringen ansteht. Rohwein: "Dann wollen wir endlich einmal unsere Chance nutzen. Die Jungs müssen endlich mal im Wettkampf zeigen, was sie können."

© SID

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