Skispringen Weltcup
DSV-Springer in Willingen vor WM-Generalprobe

Ab heute sind die DSV-Springer beim Weltcup in Willingen gefordert. Mit guten Ergebnissen wollen die Schützlinge von Peter Rohwein Motivation für die WM in Oberstdorf tanken.

Heute geht im hochsauerländischen Willingen der Weltcup der Skispringer an den Start. Vor über 30 000 Fans haben die Akteure des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) die letzte Chance, mit einem guten Ergebnis als Motivationsschub zum Saisonhöhepunkt, der Skiflug-WM in Oberstdorf, zu fahren. Mit breiter Brust fordert Chefcoach Peter Rohwein deshalb Top-Platzierungen von seinen Springern.

"Wir wollen in Willingen im Team-Wettbewerb wie auch eine Woche später bei der WM unter die ersten drei. In Willingen sind uns immer gute Ergebnisse gelungen", sagte Rohwein. Im Mannschaftsspringen am Samstag werden neben den Deutschen wohl auch Finnen und Russen um den dritten Platz hinter den favorisierten Teams aus Österreich und Norwegen konkurrieren.

Neumayer: "Fahre zuversichtlich nach Willingen"

Im Einzel ruhen die Hoffnungen auf dem Tournee-Dritten Michael Neumayer. "Ich fühle mich derzeit wohl und bin fit. Das Training in Oberstdorf war gut, ich fahre deshalb zuversichtlich nach Willingen", sagte der Bayer. Der Weltcup in Nordhessen sei für ihn der absolute Knaller, und es laufe ihm kalt den Rücken runter, wenn er nur an die enthusiastischen Fans denke.

Nach zuletzt eher mäßigen Leistungen hatte Bundestrainer Rohwein vor dem Heim-Weltcup auf der größten Großschanze der Welt noch die Notbremse gezogen. Neumayer, Martin Schmitt, Michael Uhrmann und Stephan Hocke ließen den Weltcup in Liberec aus und wurden zum Sondertrainingslager nach Oberstdorf abkommandiert.

"Es war wichtig, aus dem Weltcup-Zirkus herauszukommen und konzentriert zu trainieren. Das wird uns weitere Sicherheit geben", erklärte Rohwein. Unter sehr guten Bedingungen hatte das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) 25 Sprünge absolviert. Insgesamt sei man laut Rohwein mit den Trainingsleistungen zufrieden, auch wenn der eine oder andere noch Reserven habe.

Als fünfter Mann wird Georg Späth in Willingen zum Team stoßen und dann wohl auch bei der WM in seinem Heimatort dabei sein. Er müsse allerdings auch in Willingen ansprechende Leistungen zeigen und in die Top 30 springen, fordert Rohwein.

Alle Augen auf Morgenstern

Mitte der Woche hatte der noch immer etwas in der Kritik stehende Bundestrainer selbst für Aufsehen gesorgt und seine Zukunft im DSV infrage gestellt. In einem Interview hatte Rohwein Änderungen für eine Vertragsverlängerung gefordert, ohne allerdings konkrete Bedingungen zu stellen. Das wolle er nach dem Winter tun. Der 45-Jährige sprach von organisatorischen und strukturellen Änderungen, die notwendig seien, um mit den jungen Leuten Erfolg zu haben.

Besonderes Augenmerk gilt in Willingen auch Austria-Überflieger Thomas Morgenstern. Der Doppel-Olympiasieger kann sich mit einem Sieg am Sonntag im Einzel bereits sechs Springen vor Saisonende erstmals den Gesamtweltcup sichern. Außerdem wäre er dann mit elf Saisonsiegen der Rekordmarke des Finnen Janne Ahonen, der zwölf Weltcups im Winter 2004/05 gewann, greifbar nahe.

© SID

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