Skispringen Weltcup
Eggenhofer überrascht bei Willingen-Qualifikation

Der Österreicher Markus Eggenhofer hat die Qualifikation zum Weltcup-Skispringen in Willingen dominiert. Bester deutscher "Adler" war Michael Neumayer als Achter.

Die deutschen Skispringer sind mit einer soliden Leistung in die Team Tour gestartet. Michael Neumayer flog in der Qualifikation von Willingen auf Platz acht, Stephan Hocke wurde beim Sieg des Österreichers Markus Eggenhofer Zehnter. Der bereits vorqualifizierte Schmitt flog von den Deutschen am weitesten. Beim Team-Springen am Samstag müssen die deutschen Adler allerdings auf den kranken Michael Uhrmann verzichten.

"Ich bin eigentlich ganz zufrieden, obwohl uns heute ein bisschen das Highlight gefehlt hat. Aber die Bedingungen waren komplett anders als im Training", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Sein Vorflieger Schmitt brauche nach seiner Pause noch ein wenig, um den Rhythmus wiederzufinden.

Der Österreicher Eggenhofer landete mit 117,2 Punkten für einen Sprung auf 131,5 Meter vor dem Norweger Roar Ljökelsoey (112, 6/129,5) und dem Japaner Daiki Ito (108,1/127). Neumayer (Berchtesgaden) erhielt für einen Sprung auf 126 Meter 104,8 Punkte. Schmitt sprang sogar auf 128,5 Meter, blieb aber als vorqualifizierter Weltcup-Fünfter ohne Wertung.

Julian Musiol schied aus

Außerdem qualifizierten sich Christian Ulmer (Wiesensteig) als 13. sowie Severin Freund (Rastbüchl) als 23. für das Einzel am Sonntag. Nur Julian Musiol (Zella-Mehlis) verpasste als 50. den Sprung unter die besten 40. Die im Weltcup dominierenden Gregor Schlierenzauer (Österreich) und Simon Ammann (Schweiz) verzichteten auf die Qualifikation.

Am Samstag wird neben Schmitt, Neumayer und Hocke der Nachwuchsspringer Severin Freund die deutschen Farben vertreten. "Severin lag zwar jetzt hinter Christian Ulmer, hat aber den besseren Gesamteindruck hinterlassen", sagte Schuster.

Michael Uhrmann fällt krank aus

Die Premiere der Team Tour am Samstag wird Michael Uhrmann nur vor dem Fernseher verfolgen. Der Routinier aus Rastbüchl blieb mit einer verschleppten Erkältung zu Hause und hofft auf einen Einsatz auf der zweiten Station ab Dienstag in Klingenthal.

"Das ist definitiv ein Rückschlag für uns. Michael ist einer der Eckpfeiler des Teams. Jetzt müssen andere die Ärmel hochkrempeln und über sich hinauswachsen", sagte Schuster. Uhrmanns Teilnahme an der WM vom 18. Februar bis 1. März in Liberec sei nicht in Gefahr.

Im Rahmen der mit 100 000 Euro dotierten "Dreischanzentournee" müssen die Athleten fünf Wettkämpfe in nur neun Tagen bewältigen. Die Ergebnisse der Team-Springen in Willingen und Oberstdorf sowie die zwei besten einer Nation in jedem Einzel gehen in die Gesamtwertung ein. Die neu geschaffene Tour soll dem Deutschen Skiverband (DSV) Einnahmen in Millionenhöhe bescheren.

Schmitts einstiger Weggefährte Sven Hannawald glaubt trotz des schmerzlichen Ausfalls von Uhrmann an ein gutes Abschneiden der deutschen Springer. "Ein Platz in den Top drei ist auf jeden Fall drin. Das wäre fast schon so viel wert wie eine WM-Medaille", sagte der Tournee-Sieger von 2002. Hannawald betreut an dem Ort seines letzten Weltcup-Sieges Sponsoren im Auftrag des DSV-Vermarkters.

© SID

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