Skispringen Weltcup
Finnen in Zakopane eine Macht - Aus für Schmitt

Der Finne Matti Hautamäki hat das Weltcup-Springen in Zakopane vor seinen Landsleuten Tami Kiuru und Janne Ahonen gewonnen. Martin Schmitt blamierte sich dagegen erneut und wurde Vorletzter.

Beim Weltcup in Zakopane präsentierten sich die finnischen Springer in bestechender Form und konnten einen Dreifach-Erfolg verbuchen. Matti Hautamäki holte dabei vor 50 000 Fans mit 274,3 Punkten für 132 und 131,5m seinen ersten Saisonsieg. Platz zwei belegte Tami Kiuru (264,7 Punkte) vor Janne Ahonen (264,0). Polens Volksheld Adam Malysz verpasste unter den Augen seines Ministerpräsidenten als Vierter das Podest knapp. Bester aus der enttäuschenden deutschen Mannschaft war Team-Olympiasieger Michael Uhrmann (Rastbüchl) auf Platz zwölf. Für Flüge auf 122 und 131,5m erhielt er 252,3 Punkte. Michael Neumayer (Berchtesgaden) kam auf Rang 14.

Der viermalige Skisprung-Weltmeister Martin Schmitt dagegen blamierte sich bei seinem Comeback erneut. Der Schwarzwälder schaffte am Tag vor seinem 28. Geburstag nur 109,5m und landete damit als Vorletzter auf Platz 50. Im Gesamtweltcup verteidigte der Tscheche Jakub Janda durch Platz elf seine Führung. Beim zweiten Springen am Sonntag (13.45 Uhr/live im ZDF) können sich Schmitt und Co. rehabilitieren.

Rohwein kritisiert seine Schützlinge

"Das ist gar nicht so, wie ich mir die Sache vorstelle. Die Jungs müssen sich gewaltig steigern. Irgendwann muss es doch mal Klick machen", schimpfte Bundestrainer Peter Rohwein nach dem zu finnischen Meisterschaften mit internationaler Beteiligung geratenen Wettbewerb.

Beim spektakulären Sieger-Feuerwerk hatte der hilflose Martin Schmitt seine Latten längst eingepackt. Obwohl er auf Platz 50 nur den Esten Jaan Juris hinter sich gelassen hatte, redete er seinen Hüpfer auf 109,5m als "nicht so schlimm" schön und machte Materialprobleme verantwortlich: "Mein Sprung ist im Training wesentlich aggressiver geworden, aber ich finde keinen Ski, der zu meinem Sprungstil passt. Es läuft einfach kein System zusammen." Auch die zwei extra nach Zakopane gelieferten Latten seien nicht perfekt.

Weißflog sprachlos über Schmitts Leistung

Der dreimalige Olympiasieger Jens Weißflog sah dagegen Schmitts Flugunfähigkeit als Grund für das erneute Debakel: "Das ist sein alter Fehler. Er verliert den Schwerpunkt vor dem Absprung. Mir fällt eigentlich nicht mehr viel zu seiner Leistung ein."

Schmitt hatte zuletzt 29. Dezember in Oberstdorf ein Finale der besten 30 erreicht und seitdem in Trainingslagern für das Comeback gearbeitet. Offensichtlich ohne jeden Erfolg - die Olympischen Winterspiele in Turin hat Schmitt trotzdem noch nicht aufgegeben: "Ich arbeite weiter an mir. Das geht nicht über Nacht."

Offensichtlich hat das ganze deutsche Team zwei Jahre nach dem bislang letzten deutschen Erfolg durch Uhrmann an gleicher Stelle herbe Probleme. Der Team-Olympiasieger landete wie seine Kollegen nur im Mittelmaß. "Ich bin etwas aus der Spur, da fehlt einfach was", schimpfte Uhrmann.

© SID

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